17 March 2026, 02:14

Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg: Grüne und CDU gleichauf – AfD verdoppelt Stimmenanteil

Deutsches Propagandaplakat für die Nazi-Partei mit zwei Männern auf einem Sofa.

Müller-Chef ermutigt CDU zu Koalition mit AfD - Landtagswahl 2026 in Baden-Württemberg: Grüne und CDU gleichauf – AfD verdoppelt Stimmenanteil

Die Landtagswahl in Baden-Württemberg 2026 brachte am 8. März ein knappes Ergebnis

Die Grünen sicherten sich 30,2 Prozent der Stimmen und 56 Sitze – knapp vor der CDU, die mit 29,7 Prozent ebenfalls auf 56 Mandate kam. Das Ergebnis markiert eine Verschiebung der politischen Landschaft, da die rechtspopulistische AfD ihre Unterstützung fast verdoppelte und mit 18,8 Prozent der Stimmen 35 Sitze errang. Die SPD hingegen verzeichnete einen deutlichen Rückgang auf nur noch 5,5 Prozent und 10 Sitze, während sowohl die FDP als auch Die Linke an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterten.

Im Vergleich zur Wahl 2021 zeigen die Ergebnisse erhebliche Veränderungen: Die Grünen verloren zwei Sitze, die CDU gewann 14 hinzu und verkleinerte so den Abstand zwischen den beiden führenden Parteien. Der Aufstieg der AfD auf 18,8 Prozent stellt ihr bestes Ergebnis im Land dar – fast eine Verdopplung ihrer bisherigen Sitzzahl. Historisch gesehen gab es in Baden-Württemberg verschiedene Koalitionen, darunter eine große Koalition aus CDU und SPD (2010–2016), ein Bündnis von CDU und FDP vor 2016 sowie seit 2016 von den Grünen geführte Regierungen – zunächst mit der SPD, dann seit 2021 in einer "Jamaika-Koalition" mit CDU und FDP.

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Der Unternehmer und Milchindustrielle Theo Müller schlug öffentlich vor, die CDU solle sich nicht mit der Rolle als "zweiter Geiger" neben dem Grünen-Vorsitzenden Cem Özdemir begnügen. Stattdessen regte er an, eine Koalition mit der AfD zu prüfen oder zumindest deren Duldung in Betracht zu ziehen. Müller lobte den AfD-Spitzenkandidaten Markus Frohnmaier mit den Worten, "was er sagt, ergibt Sinn". Zudem hatte er sich in der Vergangenheit bereits mit der AfD-Co-Vorsitzenden Alice Weidel getroffen und sie als "eine Freundin" bezeichnet.

Da CDU und Grüne nun gleichauf liegen, stellt sich die Frage nach möglichen Bündnissen. Mit der gestärkten AfD, die nun erheblichen Einfluss besitzt, dürften die Verhandlungen über Koalitionsoptionen in den kommenden Wochen an Fahrt aufnehmen.

Das Wahlergebnis ebnet den Weg für komplexe Sondierungsgespräche, da keine Partei über eine klare Mehrheit verfügt. CDU und Grüne müssen nun entscheiden, ob sie ihre bestehende Zusammenarbeit fortsetzen oder neue Allianzen eingehen – möglicherweise sogar unter Einbeziehung der AfD. Die starke Performance der Rechtspopulisten sichert ihnen eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung der nächsten Landesregierung, unabhängig von der endgültigen Koalitionsvereinbarung.

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