26 March 2026, 06:18

Kulturminister Weimer steht unter massivem Beschuss – doch Scholz hält zu ihm

Titelbild einer 1940er-Ausgabe der "Deutschen Kolonial-Zeitung" mit Adolf Hitler auf dem Cover, gehalten von einer Gruppe von Menschen mit Mützen.

Kulturminister Weimer steht unter massivem Beschuss – doch Scholz hält zu ihm

Wolfram Weimer, der Staatsminister für Kultur und Medien in Deutschland, sieht sich mit wachsender Kritik an mehreren jüngsten Entscheidungen konfrontiert. Zu den umstrittenen Maßnahmen zählen die Absage der Verleihungsfeier eines bedeutenden Buchpreises, die geplante Unterbrechung der Bauarbeiten an der Nationalbibliothek Leipzig sowie Forderungen, sich von einer Gedenkveranstaltung für ein ehemaliges Konzentrationslager zurückzuziehen. Trotz der massiven Rückschläge haben sich wichtige politische Persönlichkeiten öffentlich hinter ihn gestellt.

Die jüngste Welle der Kritik begann, als Weimer die Preisverleihung des Deutschen Buchpreises absagte. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels verurteilte diesen Schritt scharf und argumentierte, die Entscheidung untergrabe die gesamte Branche. Zudem wurde bekannt, dass drei Buchhandlungen von der Preisvergabe ausgeschlossen worden seien – angeblich aufgrund von Bewertungen durch den Verfassungsschutz. Die Regierung wies spätere Vorwürfe der Täuschung zurück und verwies auf standardisierte Absage-E-Mails, die aus Geheimhaltungsgründen versendet worden seien.

Weitere Kontroversen entstanden, nachdem Weimer angeblich versucht haben soll, Tricia Tuttle, die Direktorin der Berlinale, von ihrem Posten zu entfernen. Medien berichteten über den angeblichen Druck, doch eine offizielle Stellungnahme zu den Vorwürfen blieb bisher aus. Gleichzeitig stieß der Plan, die Bauarbeiten für die Erweiterung der Nationalbibliothek Leipzig vorläufig einzustellen, bei Kultureinrichtungen auf scharfe Ablehnung.

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Die Lagergemeinschaft Buchenwald-Dora und der Verein der Zwangsarbeiter des Lagers Buchenwald-Dora forderten Weimer daraufhin auf, als Redner bei der Gedenkfeier zur Befreiung des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald zurückzutreten. Diese Aufforderung reiht sich in die wachsende Liste der Konflikte ein, die seine Amtsführung begleiten.

Als Reaktion verteidigte Bundeskanzler Olaf Scholz Weimer und hob dessen umfassende Verdienste für den Kulturbereich hervor. Auch Friedrich Merz äußerte im Bundestag sein Vertrauen in den Minister und betonte, dass ein Kulturpolitiker in schwierigen Debatten zwangsläufig auf Widerstand stoße. Die Bundesregierung wies Forderungen nach Weimers Rücktritt entschieden zurück und bekräftigte ihre volle Unterstützung.

Die Haltung der Regierung sichert Weimer vorerst sein Amt – trotz der anhaltenden Auseinandersetzungen. Seine Entscheidungen zu Buchpreisen, Bibliotheksbauten und Gedenkveranstaltungen sorgen weiterhin für Diskussionen. Nicht alle Vorwürfe wurden offiziell direkt addressed, doch die öffentliche Rückendeckung deutet darauf hin, dass vorerst kein Führungswechsel ansteht.

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