29 June 2026, 14:14

Grüne reformieren Satzung nach Belästigungsfall um Stefan Gelbhaar

Grüne Party setzt neue Regeln gegen sexuelle Belästigung

Grüne reformieren Satzung nach Belästigungsfall um Stefan Gelbhaar

Die Grünen haben eine neue Satzung eingeführt, um sexuelle Belästigung innerhalb der Partei zu bekämpfen. Der Schritt erfolgt ein Jahr, nachdem eine interne Kommission die Bearbeitung eines prominenten Falls durch die Partei kritisiert hatte, in den Stefan Gelbhaar verwickelt war.

Die neuen Regeln zielen darauf ab, die Zuständigkeiten der verschiedenen Parteigremien klarer zu definieren und die Verfahren zu verbessern. Beschwerdeausschüsse sollen künftig stärker auf Mediation setzen, statt direkt Sanktionen zu verhängen. Disziplinarmaßnahmen werden stattdessen von den parteiinternen Schiedsgerichten behandelt.

Die Satzung enthält zudem Maßnahmen zur Vermeidung von Interessenkonflikten und zum Schutz der Vertraulichkeit. Bei Verdacht auf Straftaten werden Betroffene an externe Beratungsstellen verwiesen und über ihr Recht informiert, rechtliche Schritte einzuleiten.

Die Änderungen folgen auf den Fall Gelbhaar, in dem Vorwürfe wegen Belästigung zu seinem gescheiterten Versuch führten, als Direktkandidat im Berliner Bezirk Pankow bei der Bundestagswahl 2021 anzutreten. Der Bericht der Kommission hatte Mängel im Ombudsverfahren aufgedeckt, darunter unklare Definitionen und Probleme bei der Einhaltung rechtlicher Standards. Zudem sei das Verfahren für politische Zwecke instrumentalisiert worden, was Gelbhaar die Möglichkeit genommen habe, sich wirksam zu verteidigen.

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Die überarbeitete Satzung soll die bisherigen Defizite der Partei bei der Behandlung von Belästigungsvorwürfen beheben. Sie bietet klarere Richtlinien und bessere Schutzmechanismen für alle Beteiligten. Die Reformen gelten für künftige Beschwerden und Disziplinarverfahren innerhalb der Grünen.

Quelle