25 March 2026, 22:20

Göttingen gründet Dachverband für selbstverwaltetes Wohnen nach acht Jahren Planung

Ein Schulgebäude mit einem Schild, das 'Ecole Communale' trägt, vor einer Hütte mit Säulen, Bänken, Treppen mit Geländern, Bäumen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Göttingen gründet Dachverband für selbstverwaltetes Wohnen nach acht Jahren Planung

Neues Dachverband für selbstverwaltetes Wohnen in Göttingen gegründet

Nach Jahren der Vorbereitung hat sich in Göttingen ein neuer Dachverband für selbstverwaltetes Wohnen konstituiert. Der Verein vereint elf lokale Projekte mit dem Ziel, bezahlbaren Wohnraum zu sichern und neue Initiativen zu fördern. Die offizielle Gründung fand am 15. März 2023 statt und markiert damit das Ende eines achtjährigen Planungsprozesses.

Die Organisation entstand aus der langjährigen Göttinger Wohnungsaktivismus-Bewegung. Zu den Mitgliedern zählen vollständig in Bewohnereigentum befindliche Häuser wie das Kreuzbergring 10/12, die Bürgerstraße 50a sowie die Goßlerstraße 17/a und 21. Ein weiterer zentraler Standort sind sechs benachbarte linke Häuser in der Roten Straße, die saniert wurden und nun nach dem Mietkauf-Modell betrieben werden.

Jedes Mitgliedszentrum zahlt jährlich einen Solidaritätsbeitrag in einen gemeinsamen Fonds ein. Diese Mittel decken unter anderem Kosten für Gutachten oder direkte Kredite für andere Initiativen ab. Die Hauptziele des Verbands sind die Unterstützung neuer Wohnprojekte bei der Gründung sowie die Verhinderung der Privatisierung bestehender Häuser.

Das KBR10/12 ist eines der elf Projekte unter dem neuen Dach. Der Verband fungiert zudem als Anlaufstelle für Ratsuchende in Wohnfragen. In seinem Gründungsaufruf fordert er ein Ende der profitorientierten Wohnungsmärkte, die grundlegende Bedürfnisse ausbeuten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Verein vertritt nun ein Netzwerk selbstverwalteter Wohnprojekte in Göttingen und dem Umland. Durch die Bündelung von Ressourcen und den Austausch von Fachwissen soll langfristig die Kontrolle der Bewohnerschaft über den Wohnraum gesichert werden. Das Modell knüpft an Jahrzehnte lokalen Aktivismus an und reagiert zugleich auf die aktuellen Spannungen am Mietmarkt.

Quelle