Gifhorns neue Bürgermeisterkandidatin will Kommunalpolitik revolutionieren
Emilia NeumannGifhorns neue Bürgermeisterkandidatin will Kommunalpolitik revolutionieren
Jacqueline Kleinhans kandidiert als Bürgermeisterin in Gifhorn für die neu gegründete Bürgerinitiative „Zukunft-Vertrauen-Zusammenhalt“. Die ausgebildete Pädagogin mit zehnjähriger Erfahrung als Schulsozialarbeiterin fordert einen Wandel in der Kommunalpolitik – weg von traditionellen Parteistrukturen, hin zu mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung.
Die Initiative hat bereits die städtische Handhabung der Sanierung des Mühlenmuseums kritisiert und argumentiert, dass die Mittel stattdessen in Schulen und andere dringende Projekte fließen sollten. Kleinhans, Mutter einer erwachsenen Tochter, die selbst Lehramtsanwärterin ist, hat das letzte Jahrzehnt in direkter Arbeit mit Schüler:innen in Gifhorn verbracht. Ihr beruflicher Werdegang prägt ihren Fokus auf Bildung und kommunale Bedürfnisse. Nun führt sie „Zukunft-Vertrauen-Zusammenhalt“ an, um die lokale Entscheidungsfindung neu zu gestalten.
Das Programm der Gruppe konzentriert sich auf fünf zentrale Themen: öffentliche Sicherheit, Stadtplanung, Wirtschaftsförderung, Bürgerbeteiligung und eine schlankere Verwaltung. Eines ihrer ersten Ziele ist das Mühlenmuseum-Projekt, das ihrer Meinung nach das städtische Budget unnötig belastet. Statt teurer Sanierungen schlagen sie eine umfassende Prüfung vor – inklusive der Option, das Gebäude abzureißen oder komplett umzunutzen.
Darüber hinaus setzt sich die Initiative für eine bessere Nutzung brachliegender städtischer Immobilien ein. Kleinhans regt an, den derzeit leerstehenden Ratsweinkeller in ein neues Standesamt umzuwandeln. Ziel ist es, Verschwendung zu vermeiden und Dienstleistungen bürgernäher anzubieten.
„Zukunft-Vertrauen-Zusammenhalt“ wirbt aktiv um Unterstützung in der Bevölkerung und motiviert Bürger:innen, sich der Bewegung anzuschließen. Die Gruppe sucht Kandidat:innen für verschiedene lokale Gremien und verspricht eine Politik, die auf Fakten, Offenheit und direkten Austausch mit den Wähler:innen setzt. Kleinhans und ihre Mitstreiter:innen positionieren sich als Alternative zu den etablierten Parteien in Gifhorn. Ihr Wahlkampf verbindet Kritik an den aktuellen Ausgaben mit Vorschlägen für effizientere öffentliche Dienstleistungen. Im Falle eines Wahlsiegs wollen sie eine Politik umsetzen, die auf praktische Lösungen und eine stärkere Einbindung der Bürger:innen setzt.






