Frankfurts Ginnheimer Spargel kämpft um 50 Millionen – doch viele Türme bleiben für immer zu

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Eine Luftaufnahme einer Stadt mit Gebäuden, Türmen, Kraftfahrzeugen, Werbetafeln, Schildern, Straßen, Bäumen, Straßenlaternen, Menschen, Verkehrskegeln und Informationsschildern unter einem klaren Himmel.

Frankfurts Ginnheimer Spargel kämpft um 50 Millionen – doch viele Türme bleiben für immer zu

Deutschlands einst beliebte Fernmeldetürme stehen vor einer ungewissen Zukunft. Viele wurden bereits wegen steigender Instandhaltungskosten und strengerer Sicherheitsvorschriften geschlossen. Andere sind auf Finanzierungshilfen angewiesen, um zu überleben – doch einige Städte kämpfen darum, die notwendigen Investitionen zu sichern.

Noch vor Jahrzehnten zogen diese Türme mit ihren Aussichtsplattformen, Restaurants und Nachtclubs Scharen von Besuchern an. Doch der Umstieg auf Glasfaserkabel und Satellitentechnik ließ die zahlenden Mieter verschwinden. Ohne stetige Einnahmen wurden Wartung und Unterhalt zu teuer – die Folge: Schließungen in Serie.

Der Frankfurter Ginnheimer Spargel, seit 1999 geschlossen, benötigt rund 50 Millionen Euro für dringende Sanierungen. Die Bundesregierung bot an, die Hälfte zu übernehmen, wenn sich das Land Hessen und die Stadt Frankfurt die restlichen Kosten teilen. Doch Streit über die Finanzierung blockiert das Projekt, und die DFMG – eine Tochter der Deutschen Telekom, die den Turm verwaltet – geht mittlerweile davon aus, dass er dauerhaft geschlossen bleibt. Anderswo stehen Hamburg und Dresden kurz vor der Wiedereröffnung ihrer Türme, gestützt auf ein ähnliches Kostenbeteiligungmodell. Auch München plant nach umfangreichen Renovierungen die Neueröffnung. Doch der Turm in Mannheim wird bis spätestens 31. Dezember 2025 dichtmachen, während die Bauwerke in Köln und Nürnberg weiter ungenutzt bleiben – in der Hoffnung auf Investoren. Im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen steht der Main Plaza-Turm seit seinem Kauf im November 2025 leer. Sein neuer Eigentümer, Michael Schramm von der Apartmentresidenz-Gruppe, will ihn ab 2026 in ein Suite- und Aparthotel umwandeln.

Nur noch eine Handvoll der deutschen Fernmeldetürme empfängt heute Besucher. Wer überlebt, tut dies dank öffentlich-privater Finanzierungsmodelle oder privater Neuinvestitionen. Ohne nachhaltige Lösungen drohen in den kommenden Jahren weitere Schließungen.

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