18 March 2026, 06:16

Schnurrbärte erobern Hollywood: Warum Stars wie Chalamet und DiCaprio den Trend neu definieren

Ein Schwarz-Weiß-Porträt eines älteren Mannes mit Schnurrbart, der einen Mantel trägt, mit markantem Kinn, großer Nase, dunklen Augen und einem nachdenklichen Ausdruck mit leicht geöffneten Lippen.

Ist der Schnurrbart jetzt in Mode oder nicht? - Schnurrbärte erobern Hollywood: Warum Stars wie Chalamet und DiCaprio den Trend neu definieren

Barttrends feiern ein spektakuläres Comeback in Hollywood und darüber hinaus. Von roten Teppichen bis zu Musikfestivals setzen Stars wie Timothée Chalamet und Leonardo DiCaprio den Schnurrbart wieder in Szene. Gleichzeitig treiben soziale Medien und Popkultur eine globale Renaissance von Stilen voran, die einst als veraltet galten.

Der Schnurrbart dominiert die Pflegetrends bereits seit fast einem halben Jahrzehnt. Zwischen 2021 und 2026 erlebten der Kaiser-Wilhelm-Schnurrbart und der Bleistiftschnurrbart einen regelrechten Boom – nicht zuletzt dank Ikonen wie Harry Styles, der sie 2023 beim Coachella-Festival und 2025 in Glastonbury trug. Auch Post Malone adoptierte den Look und präsentierte ihn 2024 auf seinem Albumcover sowie während seiner Tourneen. Die #MustacheChallenge auf TikTok, die bis 2025 über zwei Milliarden Aufrufe verzeichnete, heizte den Trend zusätzlich an.

Doch die Rückkehr des Schnurrbarts ist mehr als nur eine Modeerscheinung – sie spiegelt tiefgreifende kulturelle Verschiebungen wider. Die queere Selbstexpression der Generation Z, der "Masc-Revival"-Trend auf TikTok und die ironisch-hippere Ästhetik der Indie-Musikszene spielten eine Rolle. Selbst Kampagnen für psychische Gesundheit warben nach den pandemiebedingten Veränderungen der Pflegegewohnheiten für "Bartfreiheit". Der Schnurrbart, einst eine Nische, spricht heute über Geschlechter und sexuelle Orientierungen hinweg an und hat sich als Symbol moderner Sinnlichkeit etabliert.

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Bei den Oscars 2026 stand der Gesichtsbehaarung im Mittelpunkt. Leonardo DiCaprios Schnurrbart gehörte zu den meistdiskutierten Looks des Abends, während Timothée Chalamet sich für einen zarten Bleistift-Schnurrbart entschied. Michael B. Jordan erschien mit einem präzisen Ankerbart, und Ethan Hawke präsentierte einen Henri-quatre – einen Ziegenbart, der nur den Mund rahmte. Abseits des roten Teppichs blieb Ewan McGregor seinem markanten, akkurat gestutzten Vollbart treu und bewies damit, dass Vielfalt Trumpf bleibt.

Dieser Trend steht im Kontrast zu früheren Jahrzehnten. Die 1980er waren geprägt vom Chevron-Schnurrbart – einem dichten, geraden Bart, der die gesamte Oberlippe bedeckte –, während die heutigen Stile auf Flexibilität setzen. Harry Styles etwa wechselt zwischen glatt rasiert und struppig, nutzt seine Gesichtsbehaarung als Form des Selbstausdrucks. Selbst Pedro Pascals jüngstes glatt rasiertes Erscheinungsbild sorgte für Aufsehen und zeigte, wie tief diese Trends die öffentliche Diskussion prägen.

Die Renaissance des Schnurrbarts zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung. Von Preisverleihungen bis zu sozialen Medien reicht sein Einfluss über Musik, Mode und kulturelle Bewegungen. Während Stars weiter experimentieren, bleibt Gesichtsbehaarung ein prägendes Merkmal des modernen Stils.

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