FDP-Politikerin Glogowski-Merten leitet jetzt Niedersachsens politische Bildung
Leni SchröderFDP-Politikerin Glogowski-Merten leitet jetzt Niedersachsens politische Bildung
Anikó Glogowski-Merten, Politikerin der FDP, hat die Leitung der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung übernommen. Die 2017 gegründete Behörde hat das Ziel, die demokratische Teilhabe der Bürger zu fördern und das politische Verständnis in der Gesellschaft zu stärken. Ihre Ernennung folgt auf Jahre politischer Arbeit, darunter ihre jüngste Rolle als kulturpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion.
Glogowski-Merten war bis 2023 kulturpolitische Sprecherin der FDP im Bundestag. Zudem spielte sie eine persönliche Rolle bei der Ausgestaltung der Ampelkoalition, obwohl sie selbst betont hat, die Grünen nicht wählen zu würden. Ihr Schwiegervater, ein ehemaliger SPD-Ministerpräsident, ist eng mit der Landespolitik verbunden.
Sie bezieht klar Position gegen rechtsextreme Bestrebungen und stimmte etwa gegen das von der AfD unterstützte Zuwanderungsbegrenzungsgesetz. Gemeinsam mit anderen Bundestagsabgeordneten unterstützte sie Forderungen, die AfD auf ihre Verfassungsfeindlichkeit hin zu überprüfen und ein mögliches Verbot zu prüfen.
In ihrer neuen Funktion will sie sich auf eine offene, vielfältige und digitale politische Bildung konzentrieren. Zu den Partnern zählen das Niedersächsische Landesamt für Soziales, Jugend und Familie, der Landtag sowie die Bundeszentrale für politische Bildung. Schulen, Hochschulen und zivilgesellschaftliche Gruppen sollen ebenfalls eine zentrale Rolle in ihren Initiativen spielen.
Abseits der Politik teilt sie mit ihrem Mann eine Leidenschaft für den kulturellen Bereich – ein Interesse, das ihre Herangehensweise an die Bürgerbeteiligung durch kulturelle und bildungspolitische Programme prägen könnte.
Unter Glogowski-Mertens Führung wird die Landeszentrale ihre Zusammenarbeit mit staatlichen Institutionen, Bildungseinrichtungen und Kulturpartnern ausbauen. Zu ihren Schwerpunkten gehören die Modernisierung der politischen Bildung sowie die Stärkung demokratischer Werte in ganz Niedersachsen. Künftig sollen auch digitale Plattformen und gemeindegetragene Projekte stärker in die Arbeit einbezogen werden.