07 April 2026, 18:28

Deutsche Firmen drängen in den syrischen Wiederaufbau – Milliardengeschäfte in Sicht

Ein zerstörtes Gebäude in Aleppo, Syrien, mit Schutt und Trümmern auf der Straße und einem Himmel im Hintergrund.

Deutsche Firmen drängen in den syrischen Wiederaufbau – Milliardengeschäfte in Sicht

Deutsche Unternehmen zeigen ein wachsendes Interesse am Wiederaufbau Syriens, während das Land nach Jahren des Konflikts daran arbeitet, sich wieder aufzubauen. Die syrische Regierung hat kürzlich wirtschaftliche Reformen eingeleitet, darunter die Einführung neuer Banknoten und die Wiederanbindung an das SWIFT-Zahlungssystem. Vertreter aus Politik und Wirtschaft beider Länder haben bereits Gespräche über die Wiederbelebung der Handels- und Investitionsbeziehungen aufgenommen.

Die Weltbank schätzt die Kosten für den Wiederaufbau Syriens auf rund 216 Milliarden US-Dollar. Die Golfstaaten haben unterdessen bereits über 28 Milliarden US-Dollar für das Vorhaben zugesagt.

Die deutsche Wirtschaftsministerin Katherina Reiche traf sich mit dem syrischen Präsidenten Ahmed al-Sharaa, um die künftige Zusammenarbeit zu erörtern. Bei den Gesprächen äußerte Reiche Optimismus hinsichtlich des Wiederaufbaus der Handelsverbindungen zwischen beiden Ländern. Ihre Äußerungen folgten auf eine Reihe von Schritten der syrischen Behörden zur Stabilisierung der Wirtschaft, darunter Währungsreformen und die Rückkehr zum SWIFT-System.

Helene Rang, Vertreterin des Nah- und Mittelost-Vereins (NUMOV), betonte das "enorme Potenzial" beim Wiederaufbau Syriens. Deutsche Unternehmen haben bereits begonnen, Chancen in Schlüsselsektoren auszuloten. Siemens Energy prüft Pläne zur Modernisierung des syrischen Stromnetzes, während der bayerische Hersteller Knauf eine vorläufige Vereinbarung zum Bau eines Gipswerks im Land unterzeichnet hat.

Auch die deutsche Regierung hat Maßnahmen zur Unterstützung der Erholung Syriens ergriffen. Über die Entwicklungsbank KfW hat Berlin seit Anfang letzten Jahres Zuschüsse in Höhe von 119 Millionen Euro für syrische Wiederaufbauprojekte bewilligt. Diese Mittel sollen die Instandsetzung der Infrastruktur und die wirtschaftliche Belebung fördern.

Die Fortschritte Syriens haben internationale Aufmerksamkeit erregt. Der Bertelsmann-Transformationsindex (BTI) stuft das Land jüngst als das mit der größten Verbesserung bei der "politischen Transformation" unter allen bewerteten Nationen ein. Dieser Wandel hat ausländische Investoren ermutigt, ein erneutes Engagement in Damaskus in Betracht zu ziehen.

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Mit bereits zugesagten Investitionen aus den Golfstaaten und dem Markteintritt deutscher Unternehmen gewinnt der Wiederaufbau Syriens an Fahrt. Die wirtschaftlichen Reformen des Landes und der wiederhergestellte Zugang zu globalen Zahlungssystemen haben die Tür für internationale Partnerschaften geöffnet. Während große Projekte voranschreiten, bleibt der Fokus auf dem Wiederaufbau der Infrastruktur und der Stärkung der Handelsbeziehungen.

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