Comic-Legende Sam Kieth stirbt mit 63 Jahren nach schwerer Krankheit
Sam Kieth, der gefeierte Comic-Künstler hinter The Maxx und Mitbegründer von Sandman, ist im Alter von 63 Jahren verstorben. Sein Tod am 15. März folgte einem langen Kampf mit Lewy-Körperchen-Demenz, einer Erkrankung, die ihn in den letzten Jahren bereits zum Rückzug aus dem Mainstream-Comic-Geschäft gezwungen hatte.
Kieth begann seine Karriere früh und stieg bereits mit 17 Jahren beim Verlag Comico in die Comicbranche ein. Über die Jahrzehnte hinweg prägte er bedeutende Serien wie Wolverine und Der unglaubliche Hulk für Marvel sowie Batman: Geheimnisse und Batman/Lobo: Tödlicher Ernst für DC. Seine Zusammenarbeit mit Neil Gaiman an Sandman – für die er die ersten fünf Ausgaben illustrierte – zählt bis heute zu seinen ikonischsten Werken.
1993 brachte Kieth über Image Comics The Maxx heraus, eine Serie, die später eine animierte Adaption und sogar eine Actionfigur-Reihe inspirierte. Zu seinem Œuvre gehörten zudem Zero Girl, Four Women, Ojo und Mein inneres Blondchen, die bei verschiedenen Verlagen erschienen. Neben Comics führte er 1990 bei dem Film Take It to the Limit Regie, produziert von Roger Cormans Concorde-New Horizons.
Gesundheitliche Probleme zwangen ihn schließlich, nach Abschluss von Arkham Dreams, einem Crossover zwischen Batman und The Maxx, zurückzutreten. Seine letzten Jahre waren von einem körperlichen und geistigen Verfall durch die Lewy-Körperchen-Demenz geprägt.
Kieth hinterlässt ein Erbe, das Independent- und Mainstream-Comics, Film und Animation umfasst. Sein unverwechselbarer Zeichenstil und sein Erzählstil prägten Titel wie The Maxx und Sandman und beeinflussten Generationen von Lesern. Die Branche verliert einen Schöpfer, dessen Werk Underground- und Großverlagsprojekte verband.






