24 March 2026, 22:15

CDU-Politikerin warnt vor Gefahren durch Kinderfotos in Schulen und Kitas

Schwarz-weiß-Foto von Kindern, die vor einer Vorhangwand posieren, mit Text '1930er Kinder-Schule' unten.

CDU-Politikerin warnt vor Gefahren durch Kinderfotos in Schulen und Kitas

Eine CDU-Abgeordnete aus Niedersachsen hat Bedenken hinsichtlich der Online-Veröffentlichung von Fotos von Kindern durch Schulen und Kitas geäußert. Laura Hopmann warnt, dass solche Bilder Minderjährige Risiken wie Ausbeutung und Manipulation aussetzen. Nun setzt sie sich für strengere, einheitliche Regelungen im gesamten Bundesland ein, um den Schutz der Privatsphäre von Kindern zu verbessern.

Hopmann hat kürzlich eine Kleine Anfrage an die Landesregierung gerichtet, in der sie fragt, wie Bildungseinrichtungen mit den Abbildungen von Kindern umgehen. Sie kritisiert, dass die aktuellen Praktiken stark variieren – manche Einrichtungen zeigen Fotos nach wie vor prominent auf Websites und in sozialen Medien.

Das Kultusministerium betont, dass erkennbare Bilder von Kindern mittlerweile "zunehmend seltener" veröffentlicht würden. Allerdings liegen keine offiziellen Statistiken der letzten drei Jahre vor, aus denen hervorgeht, wie viele Schulen oder Kitas in Niedersachsen noch immer solche Fotos veröffentlichen. Das Ministerium rät den Einrichtungen, genau abzuwägen, ob die Veröffentlichung dieser Bilder wirklich notwendig ist.

Hopmann lehnt den Vorschlag ab, echte Fotos durch KI-generierte Alternativen zu ersetzen. Sie weist darauf hin, dass KI-Systeme für ihr Training auf echte Bilder angewiesen sind, was die Daten von Kindern zusätzlich gefährden könnte. Stattdessen schlägt sie vor, dass Schulen und Kitas ihre Arbeit und Projekte präsentieren sollten, ohne dabei die Abbilder von Kindern für Werbezwecke zu nutzen.

Ihre Warnungen beziehen sich auch auf mögliche Missbräuche, etwa die KI-gestützte Manipulation von Bildern. Hopmann betont, dass Werbeinteressen niemals Vorrang vor dem Kinderschutz haben dürften, und fordert die rot-grüne Landesregierung auf, eine einheitliche Strategie für das gesamte Bundesland zu entwickeln.

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Die Debatte zeigt, wie unterschiedlich in Niedersachsens Bildungseinrichtungen mit den Abbildungen von Kindern umgegangen wird. Ohne aktuelle Statistiken oder klare Richtlinien bleiben die Risiken einer Online-Veröffentlichung bestehen. Hopmanns Forderung nach einem einheitlichen Vorgehen zielt darauf ab, den Schutz der Privatsphäre von Kindern in Zukunft wirksamer zu gestalten.

Quelle