Carbonbeton soll die Bauindustrie revolutionieren – mit 80 Prozent weniger Ressourcen
Leni SchröderCarbonbeton soll die Bauindustrie revolutionieren – mit 80 Prozent weniger Ressourcen
Ein großes neues Projekt will die Baubranche revolutionieren – durch eine Reduzierung des Ressourcenverbrauchs um bis zu 80 Prozent. Das Vorhaben, geleitet vom Leipziger Unternehmen Kahnt & Tietze GmbH, entwickelt karbonverstärkten Beton für die industrielle Serienfertigung. Der Startschuss fiel im CUBE-Gebäude der TU Dresden und markiert den Beginn eines sechsjährigen Programms.
Das "C-Factory"-Projekt vereint Forscher der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) und der TU Dresden. Ihr Ziel: herkömmlichen stahlbewehrten Beton durch eine leichtere, stabilere Alternative zu ersetzen. Kohlenstofffasern machen das Material nicht nur langlebiger, sondern verringern auch Gewicht und Dicke der Bauteile.
In den kommenden vier Jahren entsteht in Leipzig eine Pilotanlage, in der Produktionsverfahren getestet und optimiert werden, bevor sie in den Großmaßstab überführt werden. Das Projekt läuft bis Ende 2029 und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit 14 Millionen Euro gefördert.
Der Umstieg auf karbonbewehrten Beton könnte die Treibhausgasemissionen drastisch senken – und zwar in Neubau, Sanierung und Gebäudebetrieb gleichermaßen. Bei Erfolg könnte die Technologie zum Standard in zukünftigen Infrastrukturprojekten werden.
Die erste Phase des Projekts ist nun angelaufen; die Pilotanlage soll bis 2028 in Leipzig in Betrieb gehen. Die neue Technologie verspricht leichtere, langlebigere Konstruktionen bei gleichzeitig geringeren Materialabfällen. Bis 2029 will das Team die industrielle Serienproduktion von Carbonbeton nachweisen.






