Brandenburgs Koalition in der Krise: Nur 28 Prozent zufrieden mit SPD und CDU
Leni SchröderBrandenburgs Koalition in der Krise: Nur 28 Prozent zufrieden mit SPD und CDU
Die rot-schwarze Koalition aus SPD und CDU in Brandenburg steht knapp 100 Tage nach Amtsantritt vor erheblichen Herausforderungen. Die Stimmung in der Bevölkerung ist geprägt von weitverbreiteter Unzufriedenheit: Nur 28 Prozent der Bürgerinnen und Bürger zeigen sich mit der bisherigen Arbeit des Bündnisses zufrieden.
Laut einer aktuellen Umfrage lehnen 62 Prozent der Brandenburgerinnen und Brandenburger die Arbeit der Koalition ab. Besonders groß sind die Zweifel im Bildungsbereich – hier glaubt derselbe Anteil der Bevölkerung nicht an nennenswerte Fortschritte. Gleichzeitig verzeichnet die rechtspopulistische AfD in der Sonntagsfrage einen Rekordwert von 37 Prozent.
Würde jetzt gewählt, läge die SPD bei 22 Prozent, die CDU bei 12 Prozent. Die Linke und die Grünen kämen jeweils auf 12 bzw. 6 Prozent, während die BSW 4 Prozent erreichen würde. Trotz der Schwächephase der Koalition wünschen sich 57 Prozent der Bürger, dass Ministerpräsident Dietmar Woidke bis 2029 im Amt bleibt. Seine persönliche Zustimmungsrate liegt derzeit bei 46 Prozent.
Die geringen Zufriedenheitswerte für die Koalitionsregierung stehen damit im deutlichen Kontrast zur stabilen Rückendeckung für Woidkes Führung. Der Umfrageaufschwung der AfD und die Skepsis gegenüber der Handlungsfähigkeit des Bündnisses verdeutlichen die politischen Verschiebungen in Brandenburg.
