18 March 2026, 04:14

Baden-Württemberg nach der Wahl: Grüne und CDU ringen um Machtteilung hinter verschlossenen Türen

Großes Gebäude mit vielen Fenstern, beschriftet mit "Stadtbahnhof", umgeben von Bäumen, Straßenlaternen, Fahrzeugen, Fußgängern und Werbetafeln unter einem bewölkten Himmel.

Grüne bestätigen Fraktionsspitze im Landtag - Baden-Württemberg nach der Wahl: Grüne und CDU ringen um Machtteilung hinter verschlossenen Türen

Baden-Württemberg steckt nach der Landtagswahl vom 8. März in einer politischen Pattsituation fest: Bündnis 90/Die Grünen und die CDU liegen mit jeweils 56 Sitzen gleichauf. Das knappe Ergebnis – 30,2 Prozent für die Grünen, 29,7 Prozent für die CDU – zwingt beide Parteien zurück an den Verhandlungstisch, da eine erneute Koalition die einzige realistische Regierungsoption darstellt. Nach anfänglichen Spannungen haben sich die Konflikte inzwischen hinter verschlossene Türen verlagert, wo nun diskret an einer Vertrauensbasis gearbeitet wird.

Die Wahl hatte zunächst öffentliche Streitigkeiten zwischen Grünen und CDU ausgelöst. Cem Özdemir, der favorisierte Kandidat der Grünen für das Amt des Ministerpräsidenten, warf der CDU vor, vorherige Kontakte abzustreiten, während CDU-Landeschef Manuel Hagel kurzzeitig seinen Rücktritt anbot – ein Schritt, den seine Partei jedoch zurückwies. Doch bereits am 17. März trafen sich Özdemir und Hagel zu vertraulichen Gesprächen, um den Weg für offizielle Koalitionsverhandlungen zu ebnen.

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Beide Parteien haben Alternativen ausgeschlossen. Die CDU lehnt jede Zusammenarbeit mit der rechtsextremen AfD kategorisch ab, sodass eine erneute schwarz-grüne Allianz die einzige verbleibende Option bleibt. Die Grünen signalisieren unterdessen Stabilität, indem sie ihre bestehende Führung bestätigten – darunter Fraktionschef Andreas Schwarz und Özdemir, der nun auch in den Parteivorstand aufrückte. Eine formelle Wiederwahl der Spitze ist für Mai geplant, sobald eine neue Regierung steht.

Laut Berichten wird über ein Modell der rotierenden Ministerpräsidentenschaft diskutiert, um die Macht zu teilen. Zwar schwelen die Spannungen weiter, doch der Wechsel von öffentlichen Auseinandersetzungen zu hintergründigen Gesprächen deutet auf vorsichtige Fortschritte hin.

Die Verhandlungen zwischen Grünen und CDU ziehen sich hin, da rechnerisch keine andere Koalition möglich ist. Ein formeller Kompromiss würde die Blockade beenden und dem Land den Weg zu einer neuen Regierung ebnen. Bis dahin bleibt die bestehende Führung im Amt, während wichtige Entscheidungen bis Mai aufgeschoben werden.

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