Augsburgs neues Römermuseum: 30 Millionen Euro bringen jahrzehntealtes Projekt voran
Emilia NeumannGrüne Ampel: Bayern stellt 30 Millionen Euro für das Römermuseum bereit - Augsburgs neues Römermuseum: 30 Millionen Euro bringen jahrzehntealtes Projekt voran
Augsburg treibt Pläne für ein neues Römermuseum voran – dank 30 Millionen Euro aus München
Augsburg setzt seine Pläne für ein neues Römermuseum um, nachdem die Stadt 30 Millionen Euro aus München für das Projekt gesichert hat. Die einst bedeutende römische Siedlung, die vor über 2.000 Jahren gegründet wurde, verfügt seit 2012 über kein eigenes Römermuseum mehr. Nun streben die Verantwortlichen an, das Vorhaben bis 2033 abzuschließen – vorbehaltlich der finalen Zustimmung des Stadtrats.
Das Museum soll auf einem landeseigenen Gelände in der Karmelitengasse entstehen, wo früher ein Gefängniskomplex stand. Der Standort knüpft an Augsburgs tief verwurzelte römische Vergangenheit an: Die Stadt, ursprünglich unter dem Namen Augusta Vindelicum von Kaiser Augustus gegründet, birgt bis heute Zeugnisse dieser Epoche. Funde wie die in den 1980er-Jahren entdeckten Mosaike im Stephansgarten unterstreichen ihre historische Bedeutung, während laufende Restaurierungsarbeiten und geplante Vorträge des Stadtarchäologen Dr. Sebastian Gairhos die Antike lebendig halten.
Das lange diskutierte Projekt hat mittlerweile ein geschätztes Volumen von 60 Millionen Euro. Einmal fertiggestellt, wird das Museum an die Landesausstellung "Römisches Bayern" angebunden, die von der Archäologischen Staatsammlung München kuratiert wird. Touristen besuchen bereits heute römische Wahrzeichen wie den Augustusbrunnen oder die historischen Kanäle, doch das neue Museum wird erstmals seit der Schließung des Vorgängerbaus – der 2012 wegen baulicher Mängel dichtmachen musste – eine dauerhafte Heimat für die bis dahin obdachlosen Artefakte bieten.
Die Stadtführung erhofft sich, dass das Museum zu einem kulturellen Zentrum wird und Besucher anzieht, um Augsburgs Rolle in der römischen Geschichte zu erkunden. Bei einer Genehmigung würde der Baubeginn das Ende eines jahrzehntelangen Ringens um einen Ersatz für das 2012 geschlossene Museum markieren.
Die zugesagten 30 Millionen Euro bringen das Projekt einen großen Schritt voran, doch muss der Stadtrat die Pläne noch absegnen. Nach der Eröffnung soll die Einrichtung restaurierte Exponate beherbergen und als Drehscheibe für Forschung und Tourismus dienen. Die Fertigstellung ist für 2033 avisiert – und würde Augsburg damit endlich einen längst überfälligen Ort geben, um sein römisches Erbe angemessen zu präsentieren.






