23 March 2026, 20:29

250 Frauen fordern Zehn-Punkte-Plan gegen männliche Gewalt und Femizide in Deutschland

Frauen in grünen T-Shirts bei einer Demonstration, die weiße Abdeckungen halten, mit mehreren Mädchen dahinter.

250 Frauen fordern Zehn-Punkte-Plan gegen männliche Gewalt und Femizide in Deutschland

Ein Bündnis von 250 prominenten Frauen in Deutschland hat einen Zehn-Punkte-Plan zur Bekämpfung männlicher Gewalt vorgestellt. Zu der Gruppe gehören Politikerinnen, Aktivistinnen und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie die SPD-Vorsitzende Bärbel Bas, die Grünen-Co-Vorsitzende Franziska Brantner und die Schauspielerin Veronica Ferres. Ihre Vorschläge zielen darauf ab, den rechtlichen Schutz zu stärken und systemische Lücken im Justizsystem zu schließen.

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Der Plan fordert weitreichende Änderungen des deutschen Rechts. Eine zentrale Forderung ist die Einführung von "Femizid" als eigenständigen Straftatbestand. Damit folgt das Bündnis dem Beispiel von Ländern wie Frankreich und Spanien, wo der Begriff bereits in den Strafgesetzbüchern verankert ist – eine Reaktion auf das wachsende Bewusstsein für strukturelle Gewalt gegen Frauen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf digitaler Gewalt. Die Initiative verlangt ein Verbot von KI-gestützten "Nacktbild-Apps", die ohne Zustimmung gefälschte Freizügigkeitsaufnahmen erzeugen. Zudem setzen sie sich für ein Gesetz ein, das die schnelle Löschung schädlicher Online-Inhalte und die Identifizierung der Verantwortlichen vorschreibt.

Die Gruppe drängt außerdem auf Reformen im Sexualstrafrecht. Ihr Vorschlag umfasst die Einführung eines "Ja-heißt-Ja"-Modells, bei dem Schweigen oder fehlender Widerstand nicht als Einverständnis gewertet wird. Darüber hinaus fordern sie die Strafbarkeit nicht einvernehmlicher sexualisierter Deepfake-Inhalte, um eine bestehende Gesetzeslücke zu schließen, die solche Übergriffe derzeit straffrei stellt.

Der Plan des Bündnisses skizziert klare rechtliche Schritte zur Bekämpfung geschlechtsspezifischer Gewalt. Bei Umsetzung würden die Maßnahmen strengere Strafen einführen, den digitalen Schutz ausbauen und die deutschen Gesetze an internationale Standards anpassen. Die Vorschläge warten nun auf die Prüfung durch die Regierung und mögliche legislative Schritte.

Quelle