11 May 2026, 04:14

Zwickau droht Stillstand: VW sucht Rettung für sein E-Auto-Werk durch China-Kooperation

Schwarze und weiße Anzeige für die Louis Eilers Hannover-Herrenhausen-Fabrik, die das Fabrikgebäude mit Textüberlagerung zeigt.

Zwickau droht Stillstand: VW sucht Rettung für sein E-Auto-Werk durch China-Kooperation

VWs Werk in Zwickau, seit 2019 eine rein elektrische Fahrzeugfabrik, steht vor Produktionskürzungen – Grund ist die schwächere als erwartete Nachfrage nach den ID-Modellen. Die Verlangsamung hat die vollständige Integration des Standorts in den Volkswagen-Konzern verzögert und wirft Fragen zur Zukunft des Werks und seiner 10.000 direkten Beschäftigten auf – sowie zu weiteren 30.000 Arbeitsplätzen, die indirekt mit dem Standort verbunden sind.

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Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) hat nun einen Vorschlag vorgelegt, um den Betrieb des Werks zu sichern. Er regt die Gründung eines Joint Ventures zwischen Volkswagen und einem chinesischen Hersteller von Elektrofahrzeugen an. Diese Partnerschaft soll die derzeit unterausgelasteten Produktionslinien in Zwickau nutzen.

Panter betonte, dass vor einer möglichen Zusammenarbeit klare europäische Regeln und Standards festgelegt werden müssten. Gleichzeitig verwies er auf Chinas wachsende Rolle in der Elektromobilität: Das Land sei längst kein aufstrebender Akteur mehr, sondern ein „Innovations- und Technologieführer“.

Ziel des Vorhabens ist es, das Werk in Zwickau zu erhalten und Arbeitsplätze zu sichern. Angesichts der nachlassenden Nachfrage nach den ID-Modellen ist die langfristige Stabilität des Standorts zu einer drängenden Frage für das Unternehmen und die Regionalpolitik geworden.

Sollte der Plan umgesetzt werden, könnte chinesisches Know-how in die deutsche Produktion von Volkswagen einfließen. Das Werk in Zwickau bliebe in Betrieb und würde Tausende Arbeitsplätze am Standort sichern. Allerdings müsste jede Vereinbarung zunächst strenge EU-Vorgaben und Branchenstandards erfüllen.

Quelle