30 March 2026, 16:24

Zehn Bundesländer verschärfen Radverkehrsregeln – was sich für Fahrradfahrer ändert

Gruppe von Radfahrern mit Helmen auf einer Straße mit einem Geschwindigkeitsbegrenzungsschild, Gebäuden und Bäumen im Hintergrund unter einem klaren blauen Himmel.

Zehn Bundesländer verschärfen Radverkehrsregeln – was sich für Fahrradfahrer ändert

Zehn Bundesländer verschärfen seit 2020 die Radverkehrsregeln – über die nationale Straßenverkehrsordnung hinaus

Seit 2020 haben zehn deutsche Bundesländer strengere Regeln für Radfahrer eingeführt, die über die bundesweite Straßenverkehrsordnung (StVO) hinausgehen. Dazu gehören Tempolimits auf gemeinsamen Rad- und Gehwegen, die Pflicht zu Rücklichtern sowie Verbote für das Fahren auf Bürgersteigen in Städten. Die Maßnahmen zielen darauf ab, die Sicherheit zu erhöhen, während das Radfahren immer beliebter wird.

Die neuen Vorschriften legen auch klar fest, wie sich Radfahrer im Verkehr zu verhalten haben – von der Fahrposition bis zur Geschwindigkeitskontrolle. Dem aktualisierten Regelwerk zufolge dürfen Radfahrer zwar nebeneinander fahren, müssen jedoch auf engen Straßen oder bei starkem Verkehr hintereinander wechseln. Dies soll Verzögerungen vermeiden und den Verkehrsfluss aufrechterhalten. In Tempo-30-Zonen oder Fußgängerbereichen müssen Radfahrer die vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen einhalten.

Die Geschwindigkeitsüberwachung bei Radfahrern bleibt jedoch schwierig, da die meisten Fahrräder kein Kennzeichen tragen. Die Polizei kann die Geschwindigkeit nur bei Kontrollen oder gezielten Messungen mit Standardgeräten überprüfen. Die Beamten konzentrieren sich dabei eher auf gefährliche Verstöße wie Falschfahren oder das Missachten roter Ampeln als auf geringfügiges zu schnelles Fahren.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Für schnelle E-Bikes, die sogenannten S-Pedelecs, gelten strengere Regeln: Modelle, die schneller als 25 km/h fahren können, müssen zugelassen werden. Allgemeine Tempolimits, etwa an Ortseingangsschildern, gelten hingegen nicht für herkömmliche Radfahrer.

Die zehn Bundesländer – darunter Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen – haben jeweils eigene Regelungen erlassen. So schreibt Bayern seit 2021 Rücklichter vor, während Nordrhein-Westfalen auf gemeinsamen Wegen ein Tempolimit von 20 km/h durchsetzt. Berlin räumt Radfahrern an bestimmten Kreuzungen Vorfahrt ein, und Hessen verbietet das Radfahren auf innerstädtischen Gehwegen.

Höhere Geschwindigkeiten erhöhen die Risiken, da Radfahrer weniger Zeit haben, auf Hindernisse oder plötzliche Verkehrsänderungen zu reagieren. Wer beim Rasen erwischt wird, muss mit denselben Bußgeldern rechnen wie Autofahrer – ein weiterer Anreiz, im Straßenverkehr vorsichtig zu sein.

Die neuen länderspezifischen Regelungen schaffen klarere Vorgaben für Radfahrer in ganz Deutschland. Sie adressieren Sicherheitsbedenken und passen sich gleichzeitig dem wachsenden Radverkehr an. Mit Strafen, die denen für Autofahrer entsprechen, soll die Durchsetzung dazu beitragen, die Risiken für alle Verkehrsteilnehmer zu verringern.

Quelle