06 May 2026, 18:16

YouTuber-Duo Ewiges Leben wegen Islam-Kritik in der Strafuntersuchung

Plakat, das die Radioshow "Die Stimme der liberalen Muslime" bewirbt, mit Bildern von Menschen mit Kopfhörern und Mikrofonen in einem Gespräch.

YouTuber-Duo Ewiges Leben wegen Islam-Kritik in der Strafuntersuchung

Zwei deutsche YouTuber, Niko und Tino, stehen wegen eines Videos, in dem sie den Islam kritisieren, unter strafrechtlicher Untersuchung. Das Duo betreibt den Kanal Ewiges Leben und hatte 2024 einen Clip mit dem Titel Der Islam ist nicht Frieden hochgeladen, der eine Debatte über die Grenzen der Meinungsfreiheit auslöste. Die Hamburger Behörden prüfen nun, ob ihre Äußerungen gegen geltendes Recht verstoßen.

In dem umstrittenen Video üben die beiden scharfe Kritik an islamischen Lehren. Tino behauptet darin, die Religion bringe „Hass, Macht und Mord“ mit sich und stehe für „keinen Frieden, keine Freude, kein Leben“. Das Video enthält zudem Aufnahmen von Demonstrationen, auf denen Personen zu Hass gegen Israel aufrufen oder gewalttätige Anschläge feiern.

Die Staatsanwaltschaft Hamburg leitete ein Ermittlungsverfahren nach Paragraf 166 des Strafgesetzbuchs ein, der die Beleidigung religiöser Bekenntnisse unter Strafe stellt. Die Ermittler müssen nun klären, ob die Aussagen den Islam rechtswidrig angreifen oder die öffentliche Ordnung gefährden könnten.

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Nikos Anwalt, Marco Wingert, fordert die Einstellung des Verfahrens mit der Begründung, das Video spiegle christliche Überzeugungen wider und falle unter die Meinungsfreiheit. Unterstützung erhält er von Holger Clas, dem Bundesvorsitzenden der Christlichen Polizeivereinigung, der die Ermittlungen als unverhältnismäßigen Eingriff kritisiert. Der Fall hat die Diskussion neu entfacht, ob das deutsche Rechtssystem bei der Bewertung religiöser Kritik mit zweierlei Maß misst.

Die Untersuchungen laufen noch; die Staatsanwaltschaft prüft, ob die Aussagen der YouTuber rechtliche Grenzen überschritten haben. Sollte es zu einer Anklage kommen, könnte der Fall richtungsweisend dafür werden, wie Deutschland künftig Meinungsfreiheit und den Schutz vor religiösen Beleidigungen in Einklang bringt. Das Ergebnis wird voraussichtlich die künftigen Debatten über Ausdrucksfreiheit und Glauben im Land prägen.

Quelle