Wolfsangriff in Thüringen zerstört Schafherde – Züchter fordert Konsequenzen
Emilia NeumannWolfsangriff in Thüringen zerstört Schafherde – Züchter fordert Konsequenzen
Schafzüchter in Thüringen erleidet schwere Verluste nach mutmaßlichem Wolfsangriff bei Urnshausen
Der Schafhirte Egon Specht entdeckte am Sonntagmorgen sechs tote Mutterschafe und zwei schwer verletzte Tiere. Der Vorfall hat die Debatte darüber neu entfacht, wie mit Wölfen umgegangen werden soll, die Nutztiere bedrohen.
Specht fand die Tiere bei der Kontrolle seiner Herde in der Rhön-Region. Sechs Schafe waren tot, zwei weitere wiesen tiefe Bisswunden auf und benötigten dringend tierärztliche Versorgung. Später wurden vier weitere Schafe mit ähnlichen Verletzungen behandelt, sodass sich die Zahl der verletzten Tiere auf sechs erhöhte.
Die Hirten gehen von einem Wolfsangriff aus und verweisen auf die Schwere der Verletzungen. Sie vermuten, dass mehr als ein Tier an dem Angriff beteiligt war. Am Tatort nahm das Thüringer Kompetenzzentrum für Wölfe, Biber und Luchse des Umweltministeriums Proben.
Für die Familie Specht bedeutet der Angriff einen erheblichen finanziellen Rückschlag. Jedes Schaf steht für Jahre der Zucht und Investitionen. Über die unmittelbaren Verluste hinaus betont die Familie die Bedeutung ihrer Arbeit für die Erhaltung der offenen Landschaften der Rhön durch traditionelle Beweidung.
Der Vorfall hat bei Thüringer Nutztierhaltern zu erneuten Forderungen nach klareren gesetzlichen Regelungen für den Umgang mit Wölfen geführt, die Weidetiere reißen. Landwirte fordern strengere Schutzmaßnahmen, da solche Zwischenfälle ihre Existenzgrundlage bedrohen. Die Behörden prüfen nun die Beweise, um zu bestätigen, ob Wölfe für den Angriff verantwortlich sind.






