Wolfsangriff in Schwanewede: Trotz Hochsicherheitszaun ganze Schafherde gerissen
Mila VoigtWolfsangriff in Schwanewede: Trotz Hochsicherheitszaun ganze Schafherde gerissen
Wölfe reißen in Schwanewede eine ganze Schafherde – trotz Hochsicherheitszaun
In den frühen Morgenstunden des Mittwochs hat ein Wolfsrudel in Schwanewede eine gesamte Schafherde gerissen. Der Hobby-Schäfer Karsten Bode entdeckte den Angriff, nachdem er mehr als 20 tote Tiere vorfand – die meisten mit Bisswunden an der Kehle. Trotz tausender Investitionen in Schutzmaßnahmen durchbrachen die Wölfe seinen hochgesicherten Zaun.
Der Vorfall ereignete sich nachts, doch Camper in der Nähe hörten nichts Ungewöhnliches. Am Morgen fanden Bode und seine Frau nur noch drei unverletzte Schafe vor, während andere so schwer verletzt waren, dass sie von Tierärzten möglicherweise eingeschläfert werden müssen. Es ist bereits der zweite derartige Vorfall in der Region innerhalb von drei Wochen.
Bode hatte rund 7.000 Euro in den Schutz seiner Herde investiert. Das Gehege war von einem 1,70 Meter hohen Stahldrahtzaun umgeben, der 60 Zentimeter tief im Boden verankert und mit Stacheldraht versehen war. Zudem führte er 10.000 Volt Strom. Dennoch drangen die Wölfe ein.
Nach dem jüngsten Angriff haben Bode und seine Frau beschlossen, die Zucht ihrer seltenen, geschützten Schafsrasse aufzugeben. Die wiederholten Verluste machen eine Fortführung unmöglich.
Die Zukunft der Schafzucht in Schwanewede steht nun infrage. Da Wölfe selbst die stärksten Schutzvorrichtungen überwinden, sehen sich lokale Züchter wachsenden Herausforderungen gegenüber. Dieser letzte Vorfall hat bereits eine Familie dazu gezwungen, ihre Herde für immer aufzugeben.






