Wolfenbüttel diskutiert Rückkehr zum Einjahreshaushalt ab 2027
Der Stadtrat von Wolfenbüttel wird bald entscheiden, ob die Stadt wieder zu einem Einjahreshaushalt zurückkehrt. Ein gemeinsamer Antrag der SPD- und CDU-Fraktionen fordert die Abschaffung des aktuellen Zweijahresmodells. Die endgültige Abstimmung ist für den 17. Juni angesetzt.
2018 führte Wolfenbüttel erstmals einen Doppelhaushalt ein. Dieses Vorgehen reduzierte den Verwaltungsaufwand und gab der Stadt mehr finanzielle Planungssicherheit. Doch nun wollen SPD und CDU für das Jahr 2027 zur jährlichen Haushaltsplanung zurückkehren.
In ihrem Antrag argumentieren die Fraktionen, dass ein Zweijahreshaushalt die Handlungsfähigkeit des neu gewählten Rates einschränkt. Ein Einjahreshaushalt würde den frisch gewählten Mitgliedern stattdessen ermöglichen, flexibler auf sich ändernde Bedürfnisse zu reagieren. Der Vorschlag wird zunächst am 6. Mai im Wirtschafts- und Finanzausschuss beraten.
Zudem heißt es in dem Antrag, ein kürzerer Haushaltszyklus gebe dem Rat mehr direkte Steuerungsmöglichkeiten. Ohne diese Änderung hätte der neue Stadtrat weniger Einfluss auf Ausgaben und politische Entscheidungen.
Die endgültige Entscheidung trifft der Stadtrat am 17. Juni. Wird der Antrag angenommen, würde der Haushalt 2027 nur ein Jahr statt wie bisher zwei Jahre umfassen. Damit wäre die Rückkehr zum System vor 2018 besiegelt.






