Wohnungsbauhilfen-Kürzung: Experte warnt vor fatalen Folgen für eine Million Haushalte
Emma BeckerWohnungsbauhilfen-Kürzung: Experte warnt vor fatalen Folgen für eine Million Haushalte
Die Pläne der Bundesregierung, die Wohnungsbauhilfen um eine Milliarde Euro zu kürzen, stoßen auf scharfe Kritik. Der Wohnungspolitikexperte Johannes Rock warnt, dass dieser Schritt über einer Million Haushalten schaden werde, ohne die finanziellen Probleme zu lösen. Er bezeichnet den Vorschlag als symbolisch statt als praktikabel.
Rock führt die steigenden Kosten für Wohngeld auf gescheiterte Mietpreisbremse und explodierende Immobilienpreise zurück. Viele einkommensschwache Haushalte geben bereits fast die Hälfte ihres verfügbaren Einkommens allein für die Miete aus. Statt die Unterstützung zu kürzen, fordert er, dass die Politik die Ursache des Problems angehe: unbezahlbaren Wohnraum.
Eine Kürzung der Leistungen würde noch mehr Menschen in die Grundsicherung drängen und mögliche Einsparungen zunichtemachen. Rock betont, dass die geplanten Streichungen vor allem Regionen treffen, die bereits ein hohes Armutsrisiko aufweisen. Als bessere Lösung schlägt er vor, die Mieten zu senken – insbesondere bei großen Wohnungsunternehmen.
Der Experte bezeichnet die Sparpläne als „ziefst besorgniserregend“. Er unterstreicht, dass das Wohngeld für sozial schwache Mieter unverzichtbar bleibe. Ohne strengere Mietregulierung werde sich die finanzielle Belastung der Haushalte weiter verschärfen.
Von den geplanten Kürzungen wären über eine Million Haushalte betroffen, die auf Wohnungsbeihilfen angewiesen sind. Rocks Warnungen deuten darauf hin, dass die Maßnahme nach hinten losgehen könnte – statt Kosten zu senken, würde sie die Abhängigkeit von Sozialleistungen erhöhen. Sein zentraler Ansatz bleibt die Mietpreiskontrolle als Schlüssel zu langfristigen Einsparungen und Stabilität.






