WM 2023 startet mit Rekordgröße und wachsender Kritik an Nachhaltigkeit
Emilia NeumannWM 2023 startet mit Rekordgröße und wachsender Kritik an Nachhaltigkeit
Die Fußball-WM 2023 der Männer startet an diesem Donnerstag in drei Gastgeberländern: den USA, Kanada und Mexiko. Mit 48 teilnehmenden Teams ist das Turnier so groß wie nie – erstmals dabei sind Debütanten wie Kap Verde, Curaçao und Jordanien. Während die Vorfreude steigt, sehen sich die Veranstalter mit Kritik an Nachhaltigkeit, Zugänglichkeit und politischen Spannungen konfrontiert.
Das diesjährige Turnier ist das erste, das sich über drei Länder erstreckt. Die USA haben strenge Einreisebestimmungen erlassen, die sowohl reisende Fans als auch Spieler der qualifizierten Teams betreffen. Kanada hingegen könnte als Mitausrichter eine offenere, inklusivere Atmosphäre bieten – ein Kontrast zu den zunehmend restriktiven Richtlinien der USA.
In Mexiko haben explodierende Ticketpreise den Fußball weiter von seinen Arbeiterwurzeln entfernt. Viele Anhänger können sich die Spiele kaum noch leisten, was Fragen zur Zugänglichkeit des Turniers aufwirft. Auch die schiere Größe der WM steht im Widerspruch zu den Nachhaltigkeitsversprechen der FIFA: Klimaschützer kritisieren die ökologischen Kosten eines solchen Mammutereignisses.
DFB-Sportdirektor Andreas Rettig hat die laufenden Debatten darüber, ob Spieler Nationalhymnen mitsingen sollten, als nebensächlich abgetan. Seine Äußerungen spiegeln die größeren Spannungen um Identität und Repräsentation im Fußball wider. Fans können unterdessen den kompletten Spielplan herunterladen und ausdrucken, während die Medienberichterstattung an Fahrt aufnimmt: Allein die aktuelle Ausgabe widmet dem Turnier 14 Seiten, tägliche Updates sind geplant.
Das erweiterte Format mit 48 Teams bringt frischen Wind in die WM, doch die Herausforderungen bleiben: Hohe Kosten, politische Restriktionen und ökologische Bedenken trüben den globalen Glanz des Events. Wenn das Turnier nun beginnt, müssen die Veranstalter vor den Augen der Weltöffentlichkeit Spektakel und Verantwortung in Einklang bringen.






