Windkraft in Dermbach: Bürger fürchten um Gesundheit und Landschaftsbild
Emma BeckerWindkraft in Dermbach: Bürger fürchten um Gesundheit und Landschaftsbild
In Dermbach fand am Montag eine öffentliche Bürgerversammlung statt, um über Pläne zur Windenergie zu diskutieren. Rund 100 Teilnehmer waren erschienen, darunter Gemeinderäte sowie Mitglieder einer Bürgerinitiative. Die Veranstaltung zeigte, wie groß die Sorgen der Bevölkerung angesichts des Ausbaus der Windkraft in der Region sind.
Der Abend begann mit Präsentationen zum Windvorranggebiet W 14 und einem Entwurfsteilplan für die Windenergie. Die zweite Fassung dieses Plans sieht 40 neue Windvorrangzonen vor, die insgesamt etwa 7.483 Hektar umfassen. Diese Flächen übertreffen bereits das Ziel Thüringens für das Jahr 2027, reichen jedoch für die Vorgaben bis 2032 noch nicht aus.
In der anschließenden Fragerunde überwogen kritische Stimmen aus der Bevölkerung. Viele Anwohner brachten Bedenken vor, etwa mögliche gesundheitliche Auswirkungen, die Zerstörung des Landschaftsbilds oder fehlende Lösungen zur Energiespeicherung. Einige forderten eine direkte Bürgerbeteiligung oder sogar eine Volksabstimmung über den Bau von Windrädern. Die Bürgerinitiative aus Stadtlengsfeld bot den Anwohnern zudem Unterstützung an, um formelle Einwände oder Stellungnahmen einzureichen.
Bürgermeister Thomas Hugk betonte, wie wichtig es sei, die Vor- und Nachteile der Windenergie abzuwägen. Er rief die Anwesenden dazu auf, auch die übergeordneten Folgen für die Gemeinde zu bedenken.
Die Versammlung offenbarten tiefe Gräben in der Debatte um die Windenergie in Dermbach. Zwar übertrifft der vorgelegte Plan die kurzfristigen Landesziele, verfehlt aber die langfristigen Vorgaben. Die Bürger haben nun die Möglichkeit, mit Hilfe lokaler Initiativen Einwände vorzubringen.






