28 January 2026, 18:47

Wie Josef Burgdorf die Nazis in Osnabrück herausforderte – ein vergessener Widerstandskämpfer

Eine alte Buchseite mit einer Zeichnung von zwei uniformierten Männern, von denen einer eine Waffe hält, vor einer Wand mit Bäumen und Gebäuden im Hintergrund; Text lautet "Infanterie der Deutschen Legion 1813-14".

Wie Josef Burgdorf die Nazis in Osnabrück herausforderte – ein vergessener Widerstandskämpfer

Am 29. Januar 2023 findet ein Vortrag über Josef Burgdorf statt, einen der schärfsten Kritiker des Nationalsozialismus in Osnabrück. Die Historiker Heiko Schulze und Martina Sellmeyer beleuchten seine Rolle in der lokalen Widerstandsbewegung. Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Topographie des Terrors", die sich mit den regionalen Auswirkungen der NS-Zeit beschäftigt.

Josef Burgdorf (1895–1964) war für seine kompromisslose journalistische Haltung gegen die NSDAP bekannt. Unter dem Pseudonym ILEX schrieb er bis Februar 1933 für die Freie Presse, bis die Nationalsozialisten die Macht übernahmen. Danach wurde er zu einer zentralen Figur des Osnabrücker Widerstandsnetzwerks.

Der Vortrag beginnt um 18:30 Uhr in der Villa im Museumsquartier Osnabrück und widmet sich Burgdorfs Widerstand und dessen Nachwirkung. Der Eintritt kostet 3 Euro, für unter 18-Jährige ist die Teilnahme kostenlos. Die Reihe "Topographie des Terrors", in deren Rahmen die Veranstaltung stattfindet, verbindet regionale NS-Geschichte mit grundsätzlichen Fragen zu Demokratie und Repression.

Im Mittelpunkt des Abends steht Burgdorfs Wandel vom Journalisten zum Widerstandskämpfer. Seine Geschichte bietet eine lokale Perspektive auf Opposition während der NS-Diktatur. Die Veranstalter möchten zeigen, wie solche Bewegungen die Nachkriegsgesellschaft prägten.