29 April 2026, 12:15

Wie ein Schulprogramm nach Sandy Hook Gewalt an US-Schulen verhindert

Ein Klassenzimmer mit Schülerinnen und Schülern in Gesichtsmasken, die sitzen und stehen, mit Büchern auf Tischen, Fenstern, einer Tür, einer Decke, Lampen und Ventilatoren im Hintergrund.

Wie ein Schulprogramm nach Sandy Hook Gewalt an US-Schulen verhindert

Ein Schulprogramm zur Verbesserung der Sicherheit, das nach der Tragödie von Sandy Hook ins Leben gerufen wurde, hat dazu beigetragen, Gewalt an US-amerikanischen Schulen zu verhindern. Die Initiative "Say Something" ("Sag was") vermittelt Schülerinnen und Schülern, Warnsignale zu erkennen und Bedenken anonym zu melden. Seit 2013 sind auf diesem Weg fast 395.000 Hinweise von Jugendlichen aus dem ganzen Land eingegangen.

Nicole Hockley entwickelte das Programm weniger als zwei Jahre, nachdem ihr sechsjähriger Sohn Dylan beim Amoklauf an der Sandy Hook Elementary School 2012 getötet worden war. Seither betont sie, sie wünschte, ein solches System hätte bereits vor dem Angriff bestanden. Die dahinterstehende gemeinnützige Organisation Sandy Hook Promise entsendet mittlerweile in alle 50 Bundesstaaten geschulte Referentinnen und Referenten, die Schülerinnen und Schüler darin schulen, Risiken wie mögliche Gewalt oder Selbstgefährdung zu erkennen.

Das anonyme Meldesystem des Programms ist rund um die Uhr besetzt – betreut von Krisenberatern, die ernsthafte Bedrohungen an Polizei und Schulbehörden weiterleiten. 2021 führte ein Hinweis auf eine Schülerin aus Indiana, die einen Amoklauf zum Jahrestag des Massakers von Parkland plante, zur Festnahme von Trinity Shockley, einer Jugendlichen, die Drohungen gegen ihre Schule geäußert hatte. Die meisten Meldungen betreffen jedoch Themen wie Mobbing, Drogenkonsum, Belästigung oder psychische Probleme.

Laut Sandy Hook Promise hat das Programm in mehreren Gemeinden Schulschießereien und Suizide verhindert. Über die Jahre hinweg hat es Tausende Schülerinnen und Schüler erreicht und sie ermutigt, sich zu melden, wenn sie besorgniserregendes Verhalten bei Mitschülern beobachten.

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Die "Say Something"-Initiative wird weiter ausgebaut und bietet Schulen eine Möglichkeit, Bedrohungen zu erkennen, bevor sie eskalieren. Mit geschulten Beratern und einer direkten Verbindung zu den Strafverfolgungsbehörden ermöglicht das Programm eine strukturierte Reaktion auf Schüleranliegen. Zu den Erfolgen zählt auch der viel beachtete Fall der Festnahme in Indiana im Jahr 2021.

Quelle