27 March 2026, 14:23

Warum Misstrauen in die Demokratie populistische Bewegungen stärkt – eine neue Analyse

Eine Gruppe von Menschen h├Ąlt ein Transparent mit der Aufschrift "├ľffnet die Grenzen, rettet Leben, bek├Ąmpft Faschismus" vor einem Geb├Ąude mit Glasfenstern und einer Stange, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Stra├če.

Warum Misstrauen in die Demokratie populistische Bewegungen stärkt – eine neue Analyse

Der Soziologe Aladin El-Mafaalani hat untersucht, warum das Vertrauen in die Demokratie bei bestimmten Gruppen schwindet. In seinem neuesten Buch "Gemeinschaften des Misstrauens" analysiert er, wie Skepsis gegenüber Institutionen den Aufstieg populistischer Bewegungen befördert. Seine Erkenntnisse werfen ein Licht auf den wachsenden Einfluss von Parteien wie der deutschen AfD oder Figuren wie Donald Trump.

El-Mafaalani argumentiert, dass misstrauische Menschen sich zunehmend mit Gleichgesinnten verbünden, die ihre Skepsis teilen. Diese Gruppen, die er als "Gemeinschaften des Misstrauens" bezeichnet, nutzen vermehrt digitale Plattformen, um sich zu vernetzen und zu organisieren. Ihr gemeinsames Misstrauen führt sie oft dazu, Parteien zu unterstützen, die der liberalen Demokratie feindlich gegenüberstehen – darunter die rechtspopulistische AfD.

Laut seinen Forschungen bringt es wenig, die Inkompetenz der AfD bloßzustellen, um das Vertrauen ihrer Anhänger in demokratische Systeme wiederherzustellen. Stattdessen untergraben populistische Strategen gezielt das Vertrauen in zentrale Institutionen – Regierungen, Gerichte, Wissenschaft und Medien. Dieser Vertrauensverlust schafft einen Nährboden für Bewegungen, die sich von der etablierten Politik abwenden.

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Während andere Studien den Zusammenhang zwischen sozialen Medien und Radikalisierung untersuchen, konzentriert sich El-Mafaalani darauf, wie diese Plattformen misstrauischen Gruppen die Mobilisierung ermöglichen. Seine Analyse geht nicht im Detail auf die spezifischen Digitalstrategien der AfD in den letzten fünf Jahren ein, da öffentliche Aufzeichnungen vor allem ihre parlamentarische Arbeit und Wahlergebnisse dokumentieren. Dennoch deuten seine Erkenntnisse auf neue Ansätze hin, um Rechtspopulismus wirksamer zu bekämpfen.

El-Mafaalans Forschung zeigt die Schwierigkeiten auf, Vertrauen in die Demokratie wiederaufzubauen, sobald es verloren gegangen ist. Sein Buch bietet ein Erklärungsmodell dafür, wie sich Misstrauen in digitalen Netzwerken verbreitet und verfestigt. Die Ergebnisse könnten helfen, Strategien gegen den wachsenden Einfluss populistischer Bewegungen in Europa und darüber hinaus zu entwickeln.

Quelle