Warnstreiks legen Nahverkehr in Hannover und Göttingen lahm – was Pendler jetzt wissen müssen
Leni SchröderWarnstreiks legen Nahverkehr in Hannover und Göttingen lahm – was Pendler jetzt wissen müssen
Warnstreiks im ÖPNV: Hannover und Göttingen von Sonntagsausfällen betroffen
Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr in Hannover und Göttingen werden in diesem Monat zu Warnstreiks aufrufen. Die Gewerkschaft ver.di hat die Aktionen organisiert, nachdem die Verhandlungen mit den Arbeitgebern ins Stocken geraten sind. Busse, Straßenbahnen und Regionalverbindungen werden von Sonntag bis Dienstag erhebliche Einschränkungen erleben.
In Göttingen beginnen die Streiks am Sonntag, den 19. Mai. Ab 4:30 Uhr werden vor den Depots Streikposten aufgestellt, für 9:30 Uhr ist eine Kundgebung in der Innenstadt geplant. Mitarbeiter der Göttinger Verkehrsbetriebe legen für zwei Tage die Arbeit nieder – alle lokalen Verkehrsmittel sind betroffen.
In Hannover erstreckt sich die Aktion auf Montag und Dienstag. Beschäftigte der Üstra beteiligen sich am Streik, sodass Straßenbahnen und Stadtbusse stillstehen. Auch RegioBus-Mitarbeiter schließen sich an, was zu weiteren Verspätungen führt. Am Montag wird es um 10:30 Uhr eine Demonstration durch die Innenstadt geben. Am Folgetag versammeln sich die Streikenden am Betriebshof Glocksee.
Stefanie Weiß, stellvertretende Vorsitzende von ver.di in Niedersachsen-Bremen, kritisierte die Arbeitgeber scharf, weil diese sich weigerten, in sinnvolle Gespräche einzutreten. Die Gewerkschaft setzt mit den Streiks ein Zeichen für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen. Beide Seiten wollen am 1. Juni wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren.
Die zweitägigen Ausstände werden den Verkehr in beiden Städten massiv beeinträchtigen. Pendler müssen mit Verspätungen oder Ausfällen bei Bussen, Straßenbahnen und Regionalzügen rechnen. Ob der Betrieb ab Dienstag wieder normal läuft, hängt von weiteren Entscheidungen der Gewerkschaft ab.






