14 March 2026, 06:38

Wacker Chemie schreibt 2025 tiefrote Zahlen – doch die Wende soll kommen

Ein Diagramm, das die Anzahl der von der COVID-19-Pandemie betroffenen Unternehmen in den USA zeigt, mit Abschnitten für die Erholung und die wirtschaftliche Erholung, unterteilt nach Branche.

Wacker Chemie schreibt 2025 tiefrote Zahlen – doch die Wende soll kommen

Wacker Chemie verzeichnet ein schwieriges Jahr 2025 mit hohem Verlust und deutlichem Gewinnrückgang

Die Wacker Chemie hat für das Jahr 2025 ein enttäuschendes Ergebnis vorgelegt: Ein Nettoverlust von 805 Millionen Euro und ein starker Rückgang der Erträge belasten die Bilanz. Als Hauptgründe für die finanziellen Probleme nannte das Unternehmen schwache Nachfrage, hohe Energiekosten und Überkapazitäten. Trotz dieser Rückschläge skizzierte der Konzern Pläne zur Erholung, darunter Sparmaßnahmen und eine stärkere Ausrichtung auf Spezialmärkte.

Der Münchner Chemiekonzern erzielte 2025 einen Gesamtumsatz von 5,49 Milliarden Euro – ein Minus von 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) brach um 43 Prozent auf 427 Millionen Euro ein. Vorstandsvorsitzender Christian Hartel führte den Abschwung auf branchenweite Herausforderungen zurück, darunter eine lahme Nachfrage, Marktunsicherheiten und zunehmenden Wettbewerb.

Sonderbelastungen und Wertberichtigungen in Höhe von rund 600 Millionen Euro trieben das Unternehmen in die roten Zahlen. Folglich wird für das Jahr 2025 keine Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet. Die schwächere Performance hing zudem mit geringeren Absatzmengen, sinkenden Preisen und unausgelasteten Produktionskapazitäten zusammen – verschärft durch die anhaltend hohen Energiekosten in Deutschland.

Für 2026 rechnet Wacker Chemie mit einem moderaten Wachstum. Im ersten Quartal wird ein Umsatz von etwa 1,35 Milliarden Euro erwartet, das EBITDA soll zwischen 140 und 160 Millionen Euro liegen. Für das gesamte Jahr prognostiziert das Unternehmen ein niedriges einstelliges Umsatzplus sowie ein EBITDA von 550 bis 700 Millionen Euro.

Um die Rentabilität zu steigern, startete der Konzern im Oktober 2025 das Sparprogramm PACE, das jährliche Kosten um über 300 Millionen Euro senken und weltweit mehr als 1.500 Arbeitsplätze abbauen soll. Langfristig setzt das Unternehmen auf Spezialprodukte, Halbleitermaterialien und biotechnologische Innovationen, um die Erholung voranzutreiben.

In den vergangenen fünf Jahren hat Wacker Chemie seine Position bei Silikonen und Polysilizium gestärkt. Der globale Marktanteil wuchs um 2 bis 3 Prozent, angetrieben durch nachhaltige Produkte wie ELASTOSIL eco und Materialien für die Photovoltaik. Die Wettbewerbsfähigkeit verbesserte sich besonders in Asien, begünstigt durch den Solarboom in China, sowie in Europa, wo die Dekarbonisierungsbestrebungen neue Nachfrage schufen.

Die Ergebnisse für 2025 spiegeln ein schwieriges Jahr für die Chemiebranche wider, geprägt von Verlusten und Umstrukturierungen. Mit Kostensenkungen und der Fokussierung auf Wachstumsmärkte wie Halbleiter und Biotechnologie will Wacker Chemie in den kommenden Jahren wieder profitabel werden. Für 2025 erhalten die Aktionäre keine Dividende, da das Unternehmen die finanzielle Stabilisierung priorisiert.

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