27 April 2026, 22:15

VW-Vorstand warnt: Bürokratie und hohe Kosten gefährden Deutschlands Industrie

Altes Schwarz-Weiß-Foto einer Fabrik mit Arbeitern an einer Maschine, umgeben von Metallstangen und -pfählen, mit der Beschriftung "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland" unten.

VW-Vorstand warnt: Bürokratie und hohe Kosten gefährden Deutschlands Industrie

Deutschlands Industrie steht vor wachsenden Wettbewerbsnachteilen durch hohe Kosten und übermäßige Regulierung, warnt der Technologievorstand von Volkswagen, Thomas Schmall. Selbst zukunftsweisende Projekte wie das neue Batteriewerk des Konzerns in Salzgitter würden durch unrealistische Auflagen und Bürokratie ausgebremst, so der Manager.

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Auf der Hannover Messe verwies Schmall auf die Herausforderungen beim Bau der Volkswagen-Batteriefabrik. Die Behörden hätten Brandschutzsysteme gefordert, "die es weltweit noch nirgends gibt", behauptete er. Trotz dieser Hürden gelang es dem Unternehmen, in nur drei Jahren seine erste Eigenentwicklung einer Batteriezelle vorzustellen.

Der Manager wies auf strukturelle Wirtschaftsprobleme hin: Deutschland habe 60 bis 70 Prozent mehr Vorschriften als andere westeuropäische Länder. Hohe Energiekosten und komplexe Compliance-Regeln untergraben demnach die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. Selbst bei Fortschritten in der Elektromobilität – Volkswagen werde agiler und widerstandsfähiger – stellte Schmall infrage, ob Innovationen unter den aktuellen Bedingungen gedeihen können.

Er forderte eine drängende Zusammenarbeit von Politik und Wirtschaft. Sein Reformvorschlag unter dem Motto "Made in Europe" zielt auf Bürokratieabbau und Kostensenkungen ab. Ohne mutige Veränderungen drohe Deutschland jedoch, seine technologische Führungsrolle zu verlieren – trotz aller Stärken.

Volkswagen hat zwar beachtliche Fortschritte in Batterie- und E-Auto-Technologie erzielt. Doch Schmalls Warnungen deuten darauf hin, dass Regulierungsdruck und Kostenbelastungen künftige Entwicklungen gefährden könnten. Ob die Reformbemühungen Erfolg haben, hängt nun davon ab, ob Politiker und Unternehmen konkrete Lösungen finden – und umsetzen.

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