VW bremst in China und setzt auf Exporte – BYD zieht mit ehrgeizigen Plänen vorbei
Emilia NeumannVW bremst in China und setzt auf Exporte – BYD zieht mit ehrgeizigen Plänen vorbei
Volkswagen fährt seine Produktion in China zurück und verlagert den Fokus auf Exporte. Das Unternehmen hat die lokale Fertigungskapazität um 1,5 Millionen Fahrzeuge reduziert. Gleichzeitig will der Konzern China künftig als wichtige Exportbasis für Märkte wie Südostasien und den Nahen Osten nutzen.
BYD hingegen treibt unterdessen seine eigenen Exportpläne voran. Der chinesische Automobilhersteller strebt an, bereits ab 2026 rund 1,5 Millionen Fahrzeuge ins Ausland zu liefern.
Volkswagen hatte einst das Ziel ausgegeben, in China bis zu vier Millionen Autos zu verkaufen. Doch das Unternehmen hat seine Erwartungen inzwischen nach unten korrigiert. Bis 2030 peilt der Konzern nun nur noch 3,2 Millionen verkaufte Fahrzeuge im Land an – deutlich weniger als in früheren Prognosen.
Auch die Gewinnmargen in China sind gesunken. Während der Autokonzern früher zweistellige Renditen erzielte, rechnet er nun nur noch mit einer Marge von vier bis sechs Prozent. Trotz dieser Herausforderungen stellt Volkswagen seine China-Aktivitäten um: Bis 2030 sollen jährlich etwa 250.000 Fahrzeuge von dort in andere Länder exportiert werden.
Im Mittelpunkt stehen dabei aufstrebende Märkte wie Südostasien, der Nahe Osten, Afrika und Südamerika. Diese Neuausrichtung erfolgt vor dem Hintergrund einer nachlassenden Binnennachfrage und des wachsenden Wettbewerbs durch lokale Marken.
BYD hingegen beschleunigt seine globale Expansion. Das Unternehmen plant, bis 2026 etwa 1,5 Millionen Fahrzeuge zu exportieren – ein Zeichen für die wachsende internationale Präsenz der Marke, insbesondere bei elektrischen und bezahlbaren Modellen.
Volkswagens Strategie in China durchläuft einen Wandel: Geringere Absatzziele, reduzierte Produktion und der neue Exportfokus markieren eine deutliche Kursänderung. Der Konzern wird China künftig stärker als Produktionsstandort für ausländische Märkte nutzen, statt ausschließlich auf den heimischen Absatz zu setzen.
BYD hingegen steigert seine Exportzahlen rasant. Das Ziel von 1,5 Millionen Fahrzeugen bis 2026 unterstreicht die zunehmende globale Reichweite der Marke.






