28 April 2026, 04:16

Volleyball-Finale: Lüneburgs Chance gegen Berlins Dominanz in der Meisterschaft

Eine Gruppe von Männern in blauen "Ligue 1"-T-Shirts feiert auf einem Volleyballfeld.

Volleyball-Finale: Lüneburgs Chance gegen Berlins Dominanz in der Meisterschaft

Deutsche Volleyball-Meisterschaft der Männer vor entscheidendem Wochenende

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die deutsche Volleyball-Meisterschaft der Männer erreicht an diesem Wochenende einen Höhepunkt. Die SVG Lüneburg, trainiert vom langjährigen Coach Stefan Hübner, könnte die 27-jährige Vorherrschaft von Berlin und Friedrichshafen beenden. Gleichzeitig strebt der Hauptstadtclub seinen zehnten Titel in Folge an – ein Erfolg, der eine enttäuschende Saison in anderen Wettbewerben vergessen machen soll.

Berlin hat kurz vor der Finalserie noch einen Trainerwechsel vollzogen: Markus Steuerwald wurde nur wenige Tage vor Beginn der entscheidenden Spiele zum Cheftrainer befördert.

Für die SVG Lüneburg war es eine historische Saison. Das Team gewann das Pokalfinale gegen Friedrichshafen, belegte erstmals Platz eins in der Hauptrunde und marschierte anschließend unverlost durch die Playoffs.

Stefan Hübner, der Lüneburg seit 2011 trainiert, verlängerte kürzlich seinen Vertrag bis 2030. Trotz Interesse anderer Vereine und der Nationalmannschaft bleibt er dem Projekt treu. Unter seiner Führung hat sich der einst bescheidene Klub zu einer internationalen Größe entwickelt.

Doch Berlin behält psychologisch die Oberhand: Die Hauptstädter besiegten Lüneburg in diesem Jahr sowohl im Ligapokal als auch im Rückspiel der Liga. Zudem bringt der Rekordmeister Erfahrung mit – neun Meisterschaften in Serie sprechen für sich. Allerdings verlief die Saison holprig, mit frühen Ausscheiden im Pokalhalbfinale und der Gruppenphase der Champions League.

Abseits des Platzes hat die Rivalität eine spielerische Note angenommen. Nach einem Sieg erklärte SVG-Geschäftsführer Andreas Bahlburg im vergangenen Jahr scherzhaft: "Der Fernsehturm wackelt." Berlins Kapitän Ruben Schott konterte diese Woche mit einem Grinsen und kündigte an, "diese kleine Turnhalle in Lüneburg auseinanderzunehmen".

Die Vorbereitung auf das Finale war in Berlin von einem Trainerwechsel geprägt. Nach dem Abgang von Alexandre Leal wurde der Assistent Markus Steuerwald am 27. April zum Cheftrainer befördert. Eigentlich sollte er erst in der nächsten Saison zu den Grizzlys Giesen wechseln, nun übernimmt er in einer entscheidenden Phase. Geschäftsführer Kaweh Niroomand lobte die Entscheidung und bezeichnete Steuerwald als "souverän" und "sehr reif".

Die Finalserie beginnt mit Lüneburgs Chance, die deutsche Volleyballgeschichte neu zu schreiben. Ein Sieg würde die jahrzehntelange Dominanz von Berlin und Friedrichshafen brechen – eine Ära, die seit 1997 andauert. Für Berlin wäre ein weiterer Titel die Rettung einer von frühen Enttäuschungen geprägten Saison.

Beide Teams gehen mit starken Leistungen in die Finalspiele – doch nur einer wird am Ende den Pokal in den Händen halten.

Quelle