Volkswagen plant radikale Stellenstreichungen – bis zu 100.000 Jobs in Gefahr
Emilia NeumannVolkswagen plant radikale Stellenstreichungen – bis zu 100.000 Jobs in Gefahr
Volkswagen bereitet sich auf massive Stellenstreichungen in Deutschland vor, von denen potenziell bis zu 100.000 Beschäftigte betroffen sein könnten. Vier Werke, darunter die Standorte in Hannover und Emden, stehen nun vor einer möglichen Schließung. Die Nachricht hat die Arbeitnehmervertreter unvorbereitet getroffen.
Der Aufsichtsrat des Konzerns wird am 9. Juli zusammentreten, um über die geplanten Kürzungen zu beraten. Arbeitnehmervertreter, darunter die Arbeitsdirektorin Daniela Cavallo, hatten zwar zuvor an Gesprächen zur Kostensenkung teilgenommen, wurden jedoch nicht über das Ausmaß der jüngsten Pläne informiert.
Die einflussreiche links-grüne Arbeitnehmerfraktion bei Volkswagen hat über Jahre hinweg hohe Löhne und eine große Belegschaft gesichert. Doch unter Investoren wächst die Skepsis gegenüber der Zukunft der deutschen Automobilhersteller. Das Land Niedersachsen, das mit 20,2 Prozent an Volkswagen beteiligt ist, verfügt über eine Sperrminorität bei wichtigen Entscheidungen.
Analysten prognostizieren für das kommende Jahr einen Gewinn pro Aktie von 24,21 Euro. Die Aktie notiert derzeit bei 72,54 Euro, bei einem niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 3,7 für dieses Jahr und 3,0 für 2027.
Die geplanten Kürzungen könnten die deutschen Aktivitäten von Volkswagen grundlegend verändern. Die anstehende Sitzung des Aufsichtsrats wird über die nächsten Schritte entscheiden. Sowohl die Bedenken der Investoren als auch der Einfluss des Landes könnten eine Rolle für das endgültige Ergebnis spielen.
