31 May 2026, 02:13

Volkswagen kämpft um die Wende: Aktiencrash und E-Auto-Flaute belasten den Konzern

Kann man das wirklich noch fragen... Volkswagen-Aktie: Das Geschäft des Jahrhunderts?

Volkswagen kämpft um die Wende: Aktiencrash und E-Auto-Flaute belasten den Konzern

Volkswagens finanzielle Probleme haben sich im vergangenen Jahrzehnt verschärft: Der Aktienkurs des Konzerns ist um 52,6 % eingebrochen – ein drastischer Kontrast zum DAX, der im selben Zeitraum um 104 % zulegte. Nun steht das Unternehmen unter wachsendem Druck, seine Geschäfte zu wenden, während es mit Fehlschlägen auf dem Markt für Elektrofahrzeuge (E-Autos) kämpft.

Der späte Einstieg des Autokonzerns in den E-Auto-Sektor hat sich als kostspielig erwiesen. Volkswagen baute seine Produktionskapazitäten aus, ohne die Kundennachfrage präzise einzuschätzen. Diese Fehleinschätzung belastet die Finanzkennzahlen: Die Gewinne pro Aktie (EPS) sinken kontinuierlich. Für 2025 prognostizieren Analysten ein EPS von nur noch 15,90 Euro.

Auch die Vorzugsaktie des Unternehmens spiegelt diese Herausforderungen wider: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) liegt für 2025 bei 5,64 und für 2026 bei 3,89. Trotz eines Umsatzes von 324 Milliarden Euro im vergangenen Jahr beträgt die Marktkapitalisierung lediglich 45,2 Milliarden Euro – ein Bruchteil der Bewertung von Tesla, das mit 1,4 Billionen Dollar bei einem Umsatz von 97,7 Milliarden Dollar gehandelt wird.

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Kritik gibt es auch an der VW-Tochter Porsche, die sich zu stark auf E-Autos festgelegt habe, ohne den Markt ausreichend zu testen. Gleichzeitig hat Niedersachsen, größter VW-Aktionär, die Aufsicht umgestaltet und Mitglieder der Grünen in den Aufsichtsrat berufen.

Einige Analysten bleiben vorsichtig optimistisch: Sie erwarten eine mögliche Erholung und prognostizieren ein EPS von 33,80 Euro bis 2028. Doch ein vollständiger Turnaround in Geschäft und Aktienperformance bleibt mit erheblichen Risiken verbunden.

Volkswagens Weg zurück an die Spitze hängt davon ab, die E-Auto-Strategie zu korrigieren und die Erträge zu stabilisieren. Die Aktienperformance und Marktposition des Konzerns stehen weiterhin auf dem Prüfstand, während er versucht, den Rückstand zu den Wettbewerbern aufzuhalten. Ein Anstieg des EPS bis 2028 könnte Fortschritte signalisieren – doch der Erfolg ist alles andere als gesichert.

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