Veganes Hack-Hakenkreuz bei AfD-Frühstück löst Polizeiermittlungen aus
Leni SchröderVeganes Hack-Hakenkreuz bei AfD-Frühstück löst Polizeiermittlungen aus
Eine Gruppe linksgerichteter Aktivist:innen hat eine Frühstücksveranstaltung der AfD in Heidenheim gestört, indem sie aus veganem Hackfleisch ein Hakenkreuz formte. Die provokante Aktion, die mit einer politischen Botschaft verbunden war, hat eine polizeiliche Untersuchung wegen des Verdachts auf Verwendung verbotener Symbole ausgelöst.
Die Aktivist:innen hatten sich heimlich in dem Hotel eingemietet, in dem die AfD-Veranstaltung stattfand, um Zugang zum Frühstücksbereich zu erhalten. Dort arrangierten sie 1,2 Kilogramm veganes Hackfleisch zu einem Hakenkreuz. Daneben platzierten sie die Worte „Hütet euch vor der NSAFD“ – ein Wortspiel mit dem Parteinamen.
Nun prüft die Polizei, ob die Aktion gegen Gesetze verstoßen hat, die das Zeigen verfassungsfeindlicher Symbole verbieten. Die Aktivist:innen behaupten jedoch, ihr Protest falle unter die Meinungsfreiheit und sei als politische Kritik legitim.
Es ist nicht das erste Mal, dass die Gruppe, die mit dem Zentrum für Politische Schönheit in Verbindung steht, die AfD ins Visier nimmt. Im vergangenen Sommer hatten sie bereits ein ARD-Interview mit der AfD-Co-Vorsitzenden Alice Weidel unterbrochen. Nach der jüngsten Aktion berichteten einige Aktivist:innen von Drohungen durch AfD-Politiker:innen.
Der AfD-Landesvorsitzende Emil Sänze verurteilte die Aktion als „Schande“, während die Aktivist:innen ihre Methoden als notwendigen politischen Kommentar verteidigten.
Die Vorfälle haben zu polizeilichen Ermittlungen wegen möglicher Rechtsverstöße geführt. Die Aktivist:innen bestehen darauf, dass ihr Protest eine berechtigte Form der Kritik sei. Die AfD hingegen lehnt die Aktion als anstößig und inakzeptabel scharf ab.






