26 April 2026, 02:15

VdK-Präsidentin Bentele attackiert Merz' Rentenpläne als "zynisch und realitätsfremd"

Demonstranten halten ein Transparent mit der Aufschrift "Kein Grund zu Feiern" gegen deutsche Sparmaßnahmen, mit Gebäuden, Bäumen und einem klaren Himmel im Hintergrund.

VdK-Präsidentin Bentele attackiert Merz' Rentenpläne als "zynisch und realitätsfremd"

Der Sozialverband Deutschland (VdK) hat Pläne zur Kürzung der gesetzlichen Renten- und Krankenleistungen scharf kritisiert. VdK-Präsidentin Verena Bentele bezeichnete die Vorhaben von Bundeskanzler Friedrich Merz als "zynisch und realitätsfremd". Sie warnte, dass solche Änderungen die finanzielle Unsicherheit für Millionen Rentner und Geringverdiener weiter verschärfen würden.

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Bentele argumentierte, dass eine Kürzung der gesetzlichen Rente deren Wert erheblich schwächen würde. Sie bestand darauf, dass diese die Hauptquelle des Alterseinkommens bleiben müsse, während private Ersparnisse lediglich als zusätzliche Absicherung dienen sollten. Merz hingegen wiederholte seine Position, dass die staatliche Rente künftig nur noch ein Grundeinkommen garantieren solle.

Die VdK-Chefin lehnte zudem Pläne ab, die beitragsfreie Familienversicherung in der Krankenversicherung abzuschaffen. Dies würde ihrer Meinung nach noch mehr Menschen in die Altersarmut treiben – insbesondere Gering- und Mittelverdiener.

Darüber hinaus verurteilte Bentele den Vorschlag von Gesundheitsministerin Nina Warken, das Krankengeld zu kürzen. Sie warnte, dass chronisch Kranke und Niedriglöhner dadurch unzumutbaren finanziellen Belastungen ausgesetzt wären. Zudem forderte sie, dass Besserverdiener höhere Beiträge in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen müssten, um die Lasten gerechter zu verteilen.

Im Bereich der Sozialleistungen verlangte Bentele, dass der Bund die ungedeckten Behandlungskosten für Bürger mit Grundsicherungsbezug übernehme. Andernfalls, so ihre Befürchtung, hätten benachteiligte Gruppen noch schlechteren Zugang zu notwendiger medizinischer Versorgung.

Die Kritik des VdK unterstreicht die wachsende Sorge vor steigender Armutsgefahr für Rentner und einkommensschwache Haushalte. Bentele fordert eine fairere Beteiligung von Spitzenverdienern an den Krankenkassenbeiträgen sowie staatliche Maßnahmen zur Deckung ausstehender Behandlungskosten. Die Debatte über Renten- und Gesundheitsreformen wird voraussichtlich weiter an Fahrt aufnehmen, da der Druck auf die Politik wächst.

Quelle