Tschechien wächst 2025 um 2,6 % – doch Babiš warnt vor EU-Bürokratie und Klimapolitik
Leni SchröderTschechien wächst 2025 um 2,6 % – doch Babiš warnt vor EU-Bürokratie und Klimapolitik
Die tschechische Wirtschaft wuchs 2025 um 2,6 Prozent – angetrieben durch eine starke Binnennachfrage und steigende Löhne. Der ehemalige Ministerpräsident Andrej Babiš fordert nun umfassende Reformen und argumentiert, dass übermäßige EU-Vorschriften und Bürokratie weiteren Fortschritt behinderten.
Babiš kritisierte zudem die Klimapolitik Europas und behauptete, sie schwäche die industrielle Wettbewerbsfähigkeit, während er die EU aufforderte, nationale Entscheidungshoheiten zu respektieren. Zwischen 2000 und 2025 hat sich das Pro-Kopf-BIP Tschechiens fast vervierfacht – ein Wachstum, das Deutschland und Österreich übertrifft, wo sich die Einkommen lediglich verdoppelten. Das Wirtschaftswachstum 2025 wurde vor allem von der Automobil- und Maschinenbauindustrie getragen, gestützt durch EU-Fördergelder und Investitionen in die Elektromobilität.
Babiš führte diesen Erfolg auf eine solide Industriebasis, enge Verflechtungen mit europäischen Lieferketten und die Qualifikationen tschechischer Arbeitskräfte zurück. Zudem lobte er die fiskalpolitischen Maßnahmen der Regierung, die für Stabilität gesorgt hätten. Gleichzeitig warnte er, dass überbordende Regulierung und Klimavorgaben diese Errungenschaften nun gefährdeten.
Als Lösungsansätze schlägt er den Abschluss des EU-Binnenmarkts, Bürokratieabbau und eine Neuausrichtung der tschechischen Wirtschaft hin zu innovativen Hochwertprodukten vor. Bei den übergeordneten EU-Prioritäten betonte er die Notwendigkeit von Maßnahmen in den Bereichen Migration und Sicherheit statt weiterer Zentralisierung.
Babiš bestand darauf, dass Brüssel mehr Respekt vor der nationalen Souveränität in wirtschaftlichen und politischen Entscheidungen zeigen müsse. Ohne Kurskorrektur, so seine Argumentation, drohe Europa im globalen Wettbewerb den Anschluss zu verlieren.
Das wirtschaftliche Wachstum Tschechiens basiert auf Industrie, EU-Integration und Lohnsteigerungen. Doch Babiš' Warnungen unterstreichen die anhaltenden Debatten über Regulierung, Klimapolitik und das Spannungsfeld zwischen EU-Koordination und nationaler Eigenverantwortung. Seine Reformforderungen werden voraussichtlich die künftigen Diskussionen über die wirtschaftliche Ausrichtung des Landes prägen.






