TikTok-Trend "Scientology-Speedrun" eskaliert: Polizei stoppt mutige Eindringlinge in Berlin
Emma BeckerTikTok-Trend "Scientology-Speedrun" eskaliert: Polizei stoppt mutige Eindringlinge in Berlin
Ein neuer TikTok-Trend namens Scientology-Speedrun macht die Runde – dabei stürmen Nutzer Scientology-Kirchen und behandeln die Gebäude wie Level in einem Videospiel. Die Teilnehmer dringen so weit wie möglich vor, bis sie gestoppt werden. Die Challenge hat nun auch Deutschland erreicht und führt zu Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften und der Polizei.
Auslöser war ein Aufruf der Berliner Bloggerin @larahertha, die zu einem solchen Speedrun im Scientology-Zentrum an der Otto-Suhr-Allee in Charlottenburg aufrief. Mit einer Alufolie-Hut und einem Schild mit der Aufschrift „Wir kommen in Frieden“ betonte sie, ihre Absichten seien harmlos. Vor Ort erwartete sie jedoch die Polizei, die auf mögliche rechtliche Konsequenzen hinwies.
Scientology, eine kleine Randgruppe in Deutschland mit etwa 3.600 Mitgliedern, strebt danach, ihre Lehren zu verbreiten und sogenannte Clears zu erschaffen – Menschen, die durch ihre Methoden angeblich „vollendet“ werden. Die Organisation steht seit Jahrzehnten in der Kritik, unter anderem wegen Vorwürfen der Manipulation, finanzieller Ausbeutung und autoritärer Strukturen.
Inspiriert von der Aktion diskutierten Nutzer unter @laraherthas Beitrag über neue Ziele – darunter auch den Bundestag. Der Trend deutet die Kirchenetagen als Spiellevel und Sicherheitskräfte als Nicht-Spieler-Charaktere um, wodurch reale Eindringversuche zu einem wettbewerbsartigen Mutprobe werden.
Mittlerweile hat sich der Scientology-Speedrun in Deutschland ausgebreitet und führt zu direkten Konflikten mit den Behörden. Während die Teilnehmer das Ganze als Spiel betrachten, deuten die umstrittene Vergangenheit der Organisation und drohende juristische Schritte auf ernsthaftere Folgen hin. Der Polizeieinsatz in Charlottenburg zeigt, dass die Challenge zunehmend unter Beobachtung steht.






