Thüringens Freilichtmuseen starten mit neuen Attraktionen in die Saison 2024
Emma BeckerDrosseln hohe Spritpreise Besuche von Freilichtmuseen? - Thüringens Freilichtmuseen starten mit neuen Attraktionen in die Saison 2024
Thüringens Freilichtmuseen bereiten sich auf eine vielversprechende Saison vor – trotz Sorgen wegen steigender Spritkosten
Trotz Bedenken wegen der hohen Kraftstoffpreise rüsten sich Thüringens Freilichtmuseen für eine gut besuchte Saison. Viele Besucher sind auf das Auto angewiesen, um die oft abgelegenen Standorte zu erreichen – und teurerer Sprit könnte die Besucherzahlen schmälern. Um dennoch Gäste anzulocken, setzen mehrere Museen auf neue Attraktionen und verbesserte Zugänglichkeit.
Das Freilichtmuseum Hohenfelden, das größte Thüringens, öffnet am 28. März wieder seine Hauptfläche. Ein neues Besucherzentrum entsteht derzeit und soll bis Ende Mai fertiggestellt sein. Ohne Auto bleibt die Anreise zwar schwierig, doch ab Ostern wird ein Wochenend-Busshuttle von Erfurt aus den Besuch erleichtern.
Das Kloster Veßra hat seine Ausstellungen erweitert und die alten Stallungen neu genutzt. Zu den Höhepunkten 2024 zählen das Museumsfest, ein Gartenmarkt sowie die Konzertreihe Klosterklang. Die Thüringer Bauernhäuser in Rudolstadt empfangen ab 1. April Gäste mit aufgewerteten Angeboten wie einem restaurierten Eingangstor und einer neuen Kaffeemaschine. Beliebte Veranstaltungen wie der Handwerkertag, der Schäfertag und der erweiterte Thüringer Käsemarkt kehren zurück.
Auch die Funkenburg in Westgreußen öffnet trotz finanzieller Engpässe wie gewohnt zu Ostern. Besucher können eine Oster-Eiersuche, ein Ostercafé und später Veranstaltungen wie eine Nachstellung der Völkerwanderungszeit sowie das Funkenburg-Fest erleben. In den Thüringer Bauernhäusern stehen zudem das Burgenland-Weinfest, Open-Air-Kinoabende, Sommertheater und Konzerte der Rudolstädter Sommerspiele auf dem Programm.
Die Spritpreise in Deutschland bleiben hoch: Superbenzin kostete 2024 durchschnittlich 179,4 Cent pro Liter, Diesel lag 2026 bei 172,18 Cent. Die hohen Kosten könnten Autofahrer von Ausflügen abhalten – eine Herausforderung für Museen, die auf individuellen Verkehr angewiesen sind.
Um mögliche Besucherrückgänge auszugleichen, setzen die Häuser auf neue Services und ein attraktives Veranstaltungskalender. Der Wochenend-Bus nach Hohenfelden soll die Erreichbarkeit verbessern. Mit modernisierten Einrichtungen und einem vollen Programm hoffen die Museen auf eine gut besuchte Saison.






