Stuttgart 21: Vollinbetriebnahme verzögert sich bis Ende 2031 – Kosten explodieren auf 11,3 Milliarden
Emma BeckerStuttgart 21: Vollinbetriebnahme verzögert sich bis Ende 2031 – Kosten explodieren auf 11,3 Milliarden
Stuttgart 21: Neuer Rückschlag – Vollinbetriebnahme erst Ende 2031 erwartet
Das von Problemen geplagte Bahnprojekt Stuttgart 21 steht vor einem weiteren Rückschlag: Nach aktuellen Berichten könnte die vollständige Inbetriebnahme erst im späten Jahr 2031 erfolgen. Ursprünglich sollte das Vorhaben den Stuttgarter Bahnknoten modernisieren, doch es häufen sich Verzögerungen und die Kosten explodieren. Die Deutsche Bahn trägt die gesamte finanzielle Last, die mittlerweile auf 11,3 Milliarden Euro geschätzt wird.
Das Projekt ist Teil des größeren Ausbaus der Stuttgart–Ulm-Strecke und umfasst neue Bahnhöfe, Tunnel und Brücken. Während die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Wendlingen und Ulm bereits 2022 eröffnet wurde, ist der unterirdische Kernbahnhof in Stuttgart noch immer nicht fertiggestellt. Pläne für eine Teilinbetriebnahme wurden auf unbestimmte Zeit verworfen.
Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) kritisierte die anhaltenden Verzögerungen scharf und bezeichnete sie als „katastrophale Nachricht“ für die Region und die Fahrgäste. Er forderte von der Deutschen Bahn verbindliche Zeitpläne und ein klares Bekenntnis zur Fertigstellung – inklusive der vollständigen Digitalisierung des Bahnknotens. Die komplexe Integration der digitalen Systeme gilt als einer der Hauptgründe für die jüngste Verschiebung.
Laut Berichten des Südwestrundfunks (SWR) könnte der neue Durchgangsbahnhof erst im Dezember 2031 eröffnet werden. Özdemir pocht auf Transparenz und verlangt belastbare Daten zu Fortschritten und Fristen.
Die überarbeitete Zeitplanung verzögert die Fertigstellung um Jahre, während die Kosten mittlerweile über 11 Milliarden Euro betragen. Die Deutsche Bahn steht nun in der Pflicht, ihre Zusagen einzuhalten und sicherzustellen, dass der digitalisierte Bahnknoten sowie die neue Infrastruktur bis Ende 2031 betriebsbereit sind. Fahrgäste und regionale Verantwortungsträger warten weiterhin auf greifbare Fortschritte.
