07 April 2026, 16:19

Stille Skulptur in Brandenburg bewahrt Erinnerung an NS-Opfer wie Jutta Baumwol

Ein Holocaust-Denkmal steht in der Mitte einer Straße, umgeben von einem Metallzaun, umgeben von Gras, Bäumen, Häusern, einem Straßenpfahl und einem bewölkten Himmel.

Stille Skulptur in Brandenburg bewahrt Erinnerung an NS-Opfer wie Jutta Baumwol

Eine unscheinbare Statue am Rande einer Landstraße in Brandenburg birgt für viele eine tiefe Bedeutung. Sie erinnert an die Menschen, die in den 1940er-Jahren auf dem Gut Neuendorf im Sande zur Zwangsarbeit gezwungen wurden. Im Mai werden Besucher zusammenkommen, um des 101. Geburtstags von Jutta Baumwol zu gedenken – eines Tages, den sie selbst nie erleben durfte.

Die Skulptur dient auch als Ort der Besinnung an zentralen Gedenktagen. Im Januar, zum Holocaust-Gedenktag, und im Mai, zum Jahrestag der Befreiung, finden sich hier Menschen ein. Ihre Präsenz hält das Andenken an die Opfer der NS-Diktatur wach. Die Stahlfigur wurde 2018 auf Initiative von Jutta Baumwols Bruder errichtet. Sie war von Neuendorf nach Auschwitz deportiert und dort ermordet worden. Heute steht die Statue am Eingang des Guts als stummer, aber beständiger Mahnmal seiner dunklen Vergangenheit.

Nachkommen und Besucher nutzen den Ort, um zu trauern und zu reflektieren. Er ist zu einem zentralen Symbol für die Erinnerung an die deutsche Geschichte geworden – insbesondere an das System der Zwangsarbeit in den 1940er-Jahren.

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Währenddessen sorgte in den USA im Jahr 2020 eine andere Statue für Schlagzeilen: Präsident Donald Trump ließ eine Figur von Christoph Kolumbus vor dem Eisenhower Executive Office Building aufstellen. Die Aktion erfolgte mitten in den Black-Lives-Matter-Protesten und einer Welle von Denkmalsstürzen. Kritiker sahen darin den Versuch, Kolumbus als "ursprünglichen amerikanischen Helden" zu stilisieren, statt sich mit historischen Ungerechtigkeiten auseinanderzusetzen.

Die Brandenburger Statue bleibt ein stilles, doch kraftvolles Mahnmal. Sie zieht an bedeutenden Tagen Besucher an und stellt sicher, dass das Leid der Opfer nicht in Vergessenheit gerät. Auf der anderen Seite des Atlantiks hingegen zeigen die anhaltenden Debatten um Denkmäler, wie unterschiedlich Nationen mit ihrer Vergangenheit ringen.

Quelle