19 January 2026, 08:54

Stefan Störmer bleibt trotz interner Krisen an der Spitze der GEW Niedersachsen

Ein Mann in einem weißen Gewand und einer Mütze sitzt in einem Stuhl und spricht in ein Mikrofon in einem Raum mit zwei Sofas und einer Wand, auf der der Satz "Ich bin kein Lehrer, ich bin ein Lehrer." steht.

Nach Kritik: GEW-Landesvorsitzender Störmer verteidigt sich - Stefan Störmer bleibt trotz interner Krisen an der Spitze der GEW Niedersachsen

Stefan Störmer wurde mit großer Unterstützung der Delegierten als Vorsitzender der GEW Niedersachsen erneut gewählt. Im Oktober 2022 erhielt er rund 76,8 Prozent der Stimmen. Seine zweite Amtszeit beginnt nach einer Phase interner Herausforderungen und finanzieller Prüfungen innerhalb der Gewerkschaft.

Vor der Wiederwahl hatten Medienberichte über Spannungen in der Organisation berichtet. Ein zentraler Streitpunkt war die Kündigung eines Tarifvertrags zu Zusatzkrankengeld. Störmer begründete die Entscheidung mit finanziellen Zwängen.

Eine längere krankheitsbedingte Abwesenheit in der Gewerkschaftsführung belastete die Situation zusätzlich. In dieser Zeit mussten Vorstandsmitglieder zusätzliche Aufgaben übernehmen. Zwar wurden keine konkreten Personen in Zusammenhang mit früheren finanziellen Problemen genannt, doch räumte Störmer ein, dass einige Abläufe besser hätten gehandhabt werden können. Er betonte, dass Überprüfungen gründlich durchgeführt worden seien und Konsequenzen bei Fehlverhalten gezogen wurden.

Der Landesverband der GEW Niedersachsen umfasst vier finanziell stabile Bezirksverbände. Dennoch erkannte Störmer an, dass in bestimmten Bereichen noch Verbesserungen nötig seien. Vorwürfe eines respektlosen Führungsstils wies er zurück, gestand jedoch ein, dass nun klarere Strukturen etabliert worden seien.

Störmers Wiederwahl zeigt, dass trotz vergangener Schwierigkeiten weiterhin Vertrauen in seine Führung besteht. Die Gewerkschaft hat daran gearbeitet, ihre Abläufe zu stabilisieren und finanzielle Bedenken auszuräumen. Künftig liegt der Fokus darauf, Transparenz zu wahren und interne Prozesse weiter zu stärken.