29 April 2026, 12:16

Stefan Evers übernimmt Berliner Kulturverwaltung nach Förderskandal

Logo der Berliner Finanzinitiative: ein blauer Kreis mit einer weißen Umrandung und einem weißen "B" in der Mitte, umgeben von einem weißen Ring mit einem blau-weißen Karomuster, auf einem weißen Hintergrund mit fetter schwarzer Schrift, die "Berlin Finance Initiative" lautet.

Stefan Evers übernimmt Berliner Kulturverwaltung nach Förderskandal

Die Berliner CDU hat Stefan Evers zum neuen Chef der Senatsverwaltung für Kultur ernannt. Die Entscheidung fiel, nachdem Sarah Wedl-Wilson vergangenen Freitag wegen eines Förderskandals zurückgetreten war. Evers wird nun bis zur Landtagswahl im September 2023 sowohl die Finanzen als auch den Kulturbereich der Stadt verantworten.

Die Ernennung erfolgte am Dienstagabend während einer Sitzung der CDU-Kreisvorsitzenden. Berlins Regierender Bürgermeister und CDU-Landesvorsitzender Kai Wegner nahm an der Runde teil, in der einstimmig entschieden wurde. Noch am selben Tag hatte Wegner erklärt, es gebe noch keine endgültige Personalie.

Evers löst Sarah Wedl-Wilson ab, die nach einem Bericht des Berliner Rechnungshofs zurücktrat. Die Prüfung ergab, dass sie unrechtmäßig 2,6 Millionen Euro für 13 Projekte zur Bekämpfung von Antisemitismus bewilligt hatte. Zunächst galt Thomas Heilmann (CDU) als Favorit für den Posten, doch die Partei entschied sich schließlich für Evers.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Trotz der Übernahme des Kulturressorts bleibt Evers weiterhin Finanzsenator. Er hat bereits Verhandlungen über den Hauptstadtfinanzierungsvertrag aufgenommen, der auch die Mittel für Berlins Kultureinrichtungen umfasst. Seine Doppelfunktion wird er bis zur Landtagswahl am 20. September 2023 ausüben.

Die Ernennung bringt Stabilität in die Berliner Kulturverwaltung nach Wochen der Unsicherheit. Evers trägt nun die Verantwortung für Haushalt und Kulturpolitik der Stadt. Seine Entscheidungen werden die Fördergelder bis zur Wahl einer neuen Regierung im September prägen.

Quelle