Spritpreise explodieren: Super E10 und Diesel erreichen Rekordhöhen von über 2 Euro
Mila VoigtSpritpreise explodieren: Super E10 und Diesel erreichen Rekordhöhen von über 2 Euro
Spritpreise in Deutschland auf Rekordniveau: Super E10 kostet 2,074 Euro, Diesel 2,288 Euro pro Liter
Die Spritpreise in Deutschland sind auf historische Höchststände geklettert: Super E10 schlägt mit 2,074 Euro pro Liter zu Buche, Diesel liegt bei 2,288 Euro. Der starke Anstieg folgt auf die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten und anhaltende wirtschaftliche Belastungen. Experten warnen, dass die Kosten weiter steigen könnten, falls der Konflikt im Iran die globale Ölversorgung weiterhin stört.
Noch vor der Zuspitzung der Lage im Iran zahlten Autofahrer in Deutschland zu Beginn des Jahres 2022 rund 1,74 Euro für Super E10 und 1,75 Euro für Diesel. Seither sind die Preise um fast 30 Cent bei Benzin und über 50 Cent bei Diesel in die Höhe geschnellt. Der Konflikt hat die Ölproduktion massiv beeinträchtigt und die Kosten weltweit nach oben getrieben.
Hohe Steuern und Abgaben machen bereits etwa zwei Drittel des Benzinpreises und mehr als die Hälfte der Dieselkosten aus. Dennoch betont das Finanzministerium, der Staat profitiere nicht von der Preisspirale. Stattdessen verweisen Beamte auf die Produktmärkte – und nicht nur auf Rohöl – als Haupttreiber der steigenden Preise.
Wirtschaftsministerin Katerina Reiche äußerte Bedenken, dass es Ende April zu Versorgungsengpässen kommen könnte, sollte sich der Nahost-Konflikt weiter hinziehen. Unterdessen wehrt sich die Ölindustrie-Lobby en2x – Wirtschaftsverband Fuels and Energy gegen Kritik. In einem veröffentlichten "Realitätscheck" widerlegen sie, was sie als "Fehlwahrnehmungen" über die Preisgestaltung bezeichnen, und argumentieren, dass über 70 Prozent der deutschen Raffineriekapazitäten von Unternehmen kontrolliert werden, die über kein eigenes Tankstellennetz verfügen.
Die Regierung hat erste Maßnahmen eingeleitet, um die Preisspirale einzudämmen, doch Details bleiben vage. Für Autofahrer bedeutet die Entwicklung deutlich höhere Kosten an der Zapfsäule – und es gibt vorerst keine Entlastung in Sicht. Sollte der Krieg im Iran anhalten, könnten weitere Preissprünge und Lieferengpässe folgen. Die Reaktionen aus Politik und Wirtschaft deuten auf einen komplexen Streit darüber hin, wer die Verantwortung für die explodierenden Ausgaben trägt.






