11 April 2026, 04:13

SPD-Reformpläne spalten die Partei: AfA warnt vor sozialer Ungerechtigkeit

Plakat für die deutsche Revolution von 1910, das eine Gruppe von Menschen und eine Krone mit Text zeigt.

SPD-Reformpläne spalten die Partei: AfA warnt vor sozialer Ungerechtigkeit

Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) der SPD hat sich gegen die Reformpläne des Parteivorsitzenden Lars Klingbeil ausgesprochen. In einem von ihrem Vorstand verabschiedeten Beschluss warnte die Gruppe, dass einige Vorschläge sozialdemokratische Werte untergraben könnten. Zuerst berichtet hatte Der Spiegel über den Vorstoß.

Die Bundesvorsitzende der AfA, Cansel Kiziltepe, betonte, dass Deutschlands Zukunft von Investitionen, industrieller Stärke und der Unterstützung der werktätigen Mittelschicht abhänge. Sie machte deutlich, dass eine höhere Arbeitsbelastung für Beschäftigte kein Wirtschaftswachstum fördern werde.

Besonders kritisch sah die AfA Klingbeils Ideen wie die Verlängerung befristeter Verträge und längere Arbeitszeiten. Die Gruppe argumentierte, dass solche Pläne erhebliche Bedenken hinsichtlich Gerechtigkeit und sozialem Ausgleich aufwerfen.

Zwar erkannte die AfA die Notwendigkeit politischer Erneuerung an, warnte jedoch davor, Kernprinzipien für wirtschaftliche Anpassungen aufzugeben. In dem Beschluss forderte sie Klingbeil auf, sich stärker an Gewerkschaften und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu orientieren. Sozialdemokratie gedeihe, wenn sie mit den Menschen stehe – und nicht, wenn sie ihnen Vorträge über Arbeitsmoral halte, hieß es in der Stellungnahme.

Die Kritik verdeutlicht die klare Spaltung innerhalb der SPD über den Reformkurs. Die Haltung der AfA zeigt die Spannungen zwischen Modernisierung der Partei und dem Bewahren traditioneller Werte. Die Debatte wird voraussichtlich die programmatische Ausrichtung der SPD in den kommenden Monaten prägen.

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