26 April 2026, 06:17

SPD fordert schärfere Regeln für Pharmaunternehmen bei der Gesundheitsreform

Plakat mit der Aufschrift "160 Milliarden Euro Einsparungen für Steuerzahler durch Verhandlung von niedrigeren Arzneimittelpreisen" mit einem Logo.

SPD fordert schärfere Regeln für Pharmaunternehmen bei der Gesundheitsreform

SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf drängt auf weitreichende Änderungen bei der Gesundheitsreform in Deutschland. Er fordert, dass Pharmaunternehmen einen größeren Teil der Kosten tragen sollten, statt die Last auf die Patienten abzuwälzen. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Regierung über Einsparungen im Gesundheitssystem diskutiert.

Deutschland gibt pro Kopf mehr für Medikamente aus als jedes andere europäische Land. Klüssendorf sieht die Arzneimittelpreise als zentralen Hebel, um die Ausgaben im Gesundheitswesen zu senken. Er plädiert für strengere Regeln bei der Preisgestaltung der Pharmakonzerne, damit diese sich fairer am System beteiligen.

Gleichzeitig warnte er vor höheren Zuzahlungen und Leistungskürzungen, da diese vor allem diejenigen treffen würden, die ihre Beiträge verantwortungsbewusst entrichten. Stattdessen forderte er stärkere Schutzmechanismen, damit niemand auf Rezepte oder Arztbesuche verzichten muss – nur weil die Kosten zu hoch sind.

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zeigt sich zwar kompromissbereit bei der Reform, besteht aber darauf, dass das geplante Einsparvolumen unverändert bleibt. Sie ist offen für alternative Vorschläge, sofern diese das finanzielle Ziel erfüllen. Klüssendorf kritisierte den aktuellen Entwurf als ungerecht, da er besonders diejenigen belaste, die bereits hohe monatliche Beiträge leisteten.

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Die Debatte um die Gesundheitsreform kreist nun um die Frage, wer die finanzielle Hauptlast tragen soll. Während Klüssendorfs Vorschläge die Arzneimittelhersteller in den Fokus rücken, lässt Warken Spielraum für Anpassungen – vorausgesetzt, die Einsparungen fallen am Ende genauso hoch aus wie ursprünglich vorgesehen.

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