Solingen streitet über abgelehnte Schulhofbeleuchtung – Sicherheit vs. Kosten
Emma BeckerSolingen streitet über abgelehnte Schulhofbeleuchtung – Sicherheit vs. Kosten
Vorschlag für bessere Schulhofbeleuchtung in Solingen löst Debatte aus – Rat lehnt ab
Ein Antrag zur Verbesserung der Beleuchtung auf Schulhöfen in Solingen hat für Diskussionen gesorgt, nachdem er vom Stadtrat abgelehnt wurde. Das Bündnis für Solingen (BfS) hatte ein Konzept für energieeffiziente LED-Lampen, Bewegungsmelder und optional Solarmodule vorgelegt. Ziel war es, die Schulhöfe sicherer und zugänglicher zu gestalten – besonders für Jugendliche nach Einbruch der Dunkelheit.
Das BfS argumentierte, dass eine bessere Ausleuchtung die Schulhöfe zu einladenden Orten statt zu "No-Go-Areas" in der Dämmerung machen würde. Der Plan verband Sicherheit mit Nachhaltigkeit: Durch bedarfsgesteuerte Systeme sollten Energieverbrauch und Kosten gesenkt werden. Bewegungsaktivierte Beleuchtung und Photovoltaik-Optionen gehörten ebenfalls zum Vorschlag.
Trotz dieser Argumente stimmten alle anderen Ratsfraktionen – CDU, SPD, Grüne, Die Linke, FDP, SG Zukunft und AfD – gegen den Antrag. Der Bildungssprecher des BfS, Paul Bender, kritisierte die Entscheidung scharf und warf der Mehrheit vor, ihre Fürsorgepflicht für Sicherheit zu vernachlässigen. Die Ablehnung zeige mangelndes Engagement für den Schutz von Schüler:innen und der Allgemeinheit, so Bender.
Die Initiative kündigte an, das Thema erneut in den Rat einzubringen. Die Schulhöfe sollen ihrer Meinung nach der Gemeinschaft offenstehen – doch ohne angemessene Beleuchtung seien Sicherheit und Nutzbarkeit nicht gewährleistet.
Da der Beleuchtungsvorschlag des BfS einstimmig abgelehnt wurde, bleiben die geplanten Aufwertungen vorerst aus. Die Gruppe will den Druck erhöhen und setzt dabei auf Sicherheits- wie Umweltargumente. Die Debatte um sicherere und nachhaltigere Schulhöfe bleibt damit ungelöst.






