03 May 2026, 04:16

Söder fordert Tempo von der Ampel – und warnt vor politischer Lähmung

Eine Karte von Deutschland aus dem 19. Jahrhundert, die seine politischen Teilungen zeigt, auf altem Papier mit Text oben und unten gedruckt.

Söder fordert Tempo von der Ampel – und warnt vor politischer Lähmung

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die Bundesregierung zu schnellerem Handeln aufgefordert. In einem Interview mit der Bild am Sonntag kritisierte er Verzögerungen bei Entscheidungsprozessen und warnte vor politischer Lähmung. Seine Äußerungen fallen in eine Zeit, in der externe Herausforderungen wie US-Zölle und der Iran-Konflikt den Druck auf die Regierung erhöhen.

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Söder forderte die Koalition auf, ihre Arbeit zu beschleunigen, und warf den Partnern vor, Diskussionen endlos in die Länge zu ziehen. Zwar betonte er, dass Geduld notwendig sei, doch der Rhythmus der Entscheidungsfindung müsse sich deutlich verbessern.

Der CSU-Vorsitzende wies zudem Spekulationen über einen vorzeitigen Zusammenbruch der Koalition zurück und bezeichnete dies als „Selbstmord aus Angst vor dem Tod“. Gleichzeitig bekräftigte er seine Unterstützung für Bundeskanzler Friedrich Merz, warnte jedoch, dass Untätigkeit der Koalition der rechtsextremen AfD nützen könnte, die in Umfragen aktuell Zuwachs verzeichnet.

Trotz Kritik, Merz’ Führungsstil sei zu technokratisch, verteidigte Söder den Kurs des Kanzlers. Zudem äußerte er grundsätzliche Bedenken zur Funktionsfähigkeit der parlamentarischen Demokratie und unterstrich die Notwendigkeit effizienterer Regierungsarbeit.

Söders Aussagen spiegeln die wachsende Unzufriedenheit innerhalb der Koalition über die zögerliche Politik wider. Angesichts zunehmender externer Belastungen und des Aufschwungs der AfD steht die Regierung unter Druck, entschlossener zu handeln. Seine Warnungen deuten darauf hin, dass die Koalition interne Verzögerungen überwinden muss, um Stabilität zu wahren.

Quelle