24 April 2026, 04:12

Sexismus-Debatte im Fußball: Wie ein Tweet von RB Leipzig die Wogen hochschlagen ließ

Detailiertes altes Stadtplan von Leipzig, Deutschland, zeigt Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten mit begleitendem Text über Bevölkerung, Straßen und bekannte Orte.

Sexismus-Debatte im Fußball: Wie ein Tweet von RB Leipzig die Wogen hochschlagen ließ

Ein Austausch in den sozialen Medien zwischen RB Leipzig und dem 1. FC Union Berlin hat sich zu einer Debatte über Sexismus im Fußball ausgeweitet. Der Streit begann, nachdem Leipzig auf eine Stichelei von Union Berlin mit der Veröffentlichung von Bildern der Frauenfußballtrainerin Marie-Louise Eta reagiert hatte. Kritiker warfen dem Verein daraufhin vor, eine sexistische Bemerkung gemacht zu haben – ein Vorwurf, den Leipzig entschlossen zurückwies.

Der Vorfall rückt erneut die online erlebte Hetze gegen Eta in den Fokus, die als erste Trainerin in der Geschichte der deutschen Männer-Bundesliga für Furore sorgte.

Auslöser der Auseinandersetzung war ein Tweet von Union Berlin, in dem der Verein von seinen "ungeliebten Rivalen" sprach – eine klare Anspielung auf RB Leipzig. Leipzig konterte mit einem Post, der Eta zusammen mit Spielern des Clubs und dem ehemaligen Trainer Marco Rose zeigte. Die Bildunterschrift lautete: "Euer Cheftrainer fand nicht nur die Stadt ganz nett…" Der Beitrag enthielt ein Collage, das Eta ursprünglich 2023 geteilt hatte und das ihre positiven Erfahrungen in Leipzig während ihrer UEFA-Pro-Lizenz-Ausbildung Ende 2022 dokumentierte.

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In den Kommentaren wurde Leipzig daraufhin Sexismus vorgeworfen. Der Verein wies die Vorwürfe umgehend zurück und betonte: "Sexismus hat bei RB Leipzig keinen Platz – nicht einmal im Geringsten." Man habe lediglich Etas früheren Besuch und ihr Lob für den Club aufgreifen wollen, hieß es weiter. Leipzig verwies zudem auf die wichtige Rolle von Frauen in Führungspositionen innerhalb der Vereinsstrukturen.

Eta, die derzeit das Männerteam von Union Berlin trainiert, ist seit ihrer Ernennung immer wieder Ziel sexistischer Angriffe. Ihr Mann, Benjamin, coacht die U20-Frauenmannschaft von RB Leipzig, was die Verbindungen zwischen den beiden Vereinen noch komplexer macht. Horst Heldt, Sportdirektor von Union Berlin, verurteilte die Attacken gegen Eta öffentlich und forderte mehr Respekt im Fußball.

Die Kontroverse hat die Diskussion über Sexismus im Fußball neu entfacht – insbesondere gegenüber Frauen in verantwortungsvollen Trainerpositionen. RB Leipzig besteht darauf, dass der Post nicht beleidigend gemeint war, während Union Berlin Eta weiterhin inmitten der anhaltenden Online-Belästigung unterstützt. Der Vorfall unterstreicht die Herausforderungen, mit denen Trainerinnen im Männerfußball nach wie vor konfrontiert sind.

Quelle